THC-Coach: „Leute, kommt in die Riethhalle“

Erfurt  Herbert Müller wirbt vor dem Heimstart seines Teams in der Handball-Bundesliga in Erfurt um Unterstützung.

Lautstark und per Handzeichen dirigiert Herbert Müller am Rand das THC-Spiel.

Lautstark und per Handzeichen dirigiert Herbert Müller am Rand das THC-Spiel.

Foto: Sascha Fromm

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Den Handballerinnen des Thüringer HC kann es nur recht sein: Das letzte Spiel ist gedreht worden. Am 16. Mai 2020 müssen sie nicht nach Leverkusen, sondern empfangen das Team in der Erfurter Riethsporthalle. Dort, wo Trainer Herbert Müller am liebsten die achte deutsche Meisterschaft mit dem THC feiern wollte. Der Auftakt ist schon mal nach seinem Geschmack gewesen.

„Ich hätte nichts dagegen, wenn das Bild bis zum Ende so bliebe“, spielt er auf die Tabelle an. Durch das Trefferfestival beim Aufsteiger Mainz (40:20) haben sich die Thüringerinnen an die Spitze des 14er-Feldes gesetzt. Von einem gelungenen Saisonauftakt möchte der Trainer indes nicht sprechen. Erst nach den Heimpartien an diesem Sonntag gegen Oldenburg und eine Woche später gegen Dortmund wollte er Bilanz ziehen. In der Hoffnung, dass auch diese Duelle gewonnen werden.

„Wir dürfen uns keinen Ausrutscher leisten“, betont Herbert Müller, zumal er die Bundesliga in dieser Saison ein Stück ausgeglichener sieht als in der vergangenen Spielzeit. Dass Dortmund die Auftaktpartie bei Oldenburg deutlich mit 39:26 gewonnen hat, bestärkt ihn darin, auch die Borussia zum Favoritenkreis im Kampf um die Meisterschaft zu zählen. Bietigheim gehört ebenso dazu. Dahinter erwartet Müller „ein gefährlich breites Mittelfeld“. „Es wird schwer, dort unbeschadet durchzukommen. Gut für die Bundesliga“, sagt er.

Vor Oldenburg, das einen schnellen Handball pflegt, warnt der THC-Coach nachdrücklich. Ohne deswegen die Favoritenrolle im Duell mit dem letztsaisonalen Zehnten abtreten zu wollen. Im Gegenteil: Die gelte es uneingeschränkt anzunehmen, sagt er und fordert ähnliche Konzentration über 60 Minuten wie zuletzt beim Neuling.

Das Auftaktspiel in der neuen Spielstätte soll zugleich Werbung für den Frauen-Handball bedeuten. Müller hofft, dass auch die „rote Wand“ von Bad Langensalza während des umbaubedingten Umzuges nach Erfurt einen großen Rückhalt in die Landeshauptstadt darstellt. Und dass noch zahlreiche Erfurter die Mannschaft un­terstüt­zen. „Leute, kommt in die Riethhalle. Wir wollen sie zu unserer Heimfestung machen.“

Um die Ränge des an die 1500 Besucher fassenden Baus zu füllen, bietet der Verein reduzierte Preise in einer breit angelegten Ticketaktion an. Mit dem Gruppenticket kommen bis zu zwölf Personen in die Halle. Nur für zehn ist Eintritt zu zahlen. Und das zu ermäßigtem Preis. So kostet das Ticket für zwölf Fans 140 statt regulär 216 Euro. Eltern mit Kindern kommt das Familienticket mit dem Bonus von ei­nem Freigetränk pro Person zugute.

Thüringer HC – Oldenburg, So., 15 Uhr, Riethsporthalle Erfurt

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