Thüringer HC aus einem Guss

Erfurt  Die Handballerinnen des Thüringer HC schlagen Buxtehude mit 36:21 und blicken selbstbewusst auf das Rückspiel im EHF-Cup bei Trondheim.

Im Flug: THC-Spielerin Meike Schmelzer (Mitte) steuerte beim 36:21 gegen den Buxtehuder SV zwei Treffer

Im Flug: THC-Spielerin Meike Schmelzer (Mitte) steuerte beim 36:21 gegen den Buxtehuder SV zwei Treffer

Foto: Sascha Fromm

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Beifall zur Pause, stehende Ovationen zum Ende: Die Handballerinnen des Thüringer HC haben mit einer glänzenden Heimvorstellung das Publikum begeistert und Buxtehude eine empfindliche Niederlage zugefügt. Vor dem Rückspiel im EHF-Cup bei Trondheim am Sonntag schlugen die Thüringerinnen die Verfolger in der Bundesliga mit 36:21 (17:8). Die meisten Tore warf Iveta Koresova (9).

„Ich denke, wir haben eine sehr starke Abwehr gespielt und sind dann in unser Tempospiel gekommen“, meinte Emily Bölk. Die 21-Jährige, die bis 2018 bei Buxtehude gspielt hatte, konnte sich zudem darüber freuen, dass der bis dahin Erste Bietigheim in Oldenburg nur zu einem 25:25 kam. Dadurch rückte der THC auf einen Punkt heran, liegt aber weiter an vierter Stelle.

Infolge der Niederlage gegen Dortmund ließ Trainer Herbert Müller von Haus aus nichts anderes als einen Sieg gelten. Entsprechend energisch begann seine Mannschaft. Basierend auf der besten Abwehrleistung dieser Saison hielten Alicia Stolle und Co. die Gäste auf Distanz und machten Tempo. Ina Großmann und Lydia Jakubisova trafen von außen und im Gegenstoß. Sie konterkarierten das Spiel der Gäste, die über ihre Außen ei­nen Großteil ihrer bisherigen Tore erzielt hatten. Über ein 6:2 (8.) zogen die Thüringerinnen auf 12:4 (23.) und zur Pause auf 17:8 davon. Ohne Linksaußen Lone Fischer, die in den ersten vier Partien 37 Tore erzielt hatte und krankheitsbedingt fehlte, fand der Gast keine Mittel gegen die schnellfüßige THC-Deckung. Und wenn Würfe durchkamen, war allzu oft Ann-Cathrin Giegerich zur Stelle. Die Torhüterin krönte die Abwehrgala mit allein acht gehaltenen Bällen vor der Pause. Den i-Punkt setzte sie nach dem Wechsel, indem sie ins leere Tor zum 21:9 traf (39.). Der Sieg schien da bereits nur eine Frage der Höhe zu sein. Das eine oder andere Gegentor stieß Trainer Müller aber doch bitter auf. Gerade mit Blick auf Trondheim, wo zu viele beim Plus von vier Treffern nach dem Hinspiel schnell das Aus bedeuten können.

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