Thüringer HC holt sich Verstärkung aus Dänemark

Erfurt  Der Thüringer HC hat seinen Kader verstärkt und die 38-jährige Nina Müller verpflichtet.

Nina Müller verstärkt den Thüringer HC.

Foto: Julia Rahn/imago

Handball-Bundesligist Thüringer HC ist auf der Suche nach Verstärkungen in Dänemark fündig geworden. Ex-Nationalspielerin Nina Müller wechselt vom Erstligisten Randers HK zum deutschen Meister und wird bereits am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel in Leverkusen für den ungeschlagenen Tabellenführer auflaufen.

„Ich bin dankbar, dass wir uns so schnell geeinigt haben. Wir brauchen die Verstärkung dringend. Nina passt perfekt zu uns, weil sie uns sofort helfen kann und auch keine sprachlichen Barrieren zu überwinden sind“, sagte THC-Cheftrainer Herbert Müller.

Einen Tag vor Silvester hatte er nach dem Heimsieg gegen Frisch Auf Göppingen (26:23) einen möglichen Neuzugang vor den Fans bereits angekündigt. Zuvor löste Nina Müllers Verein in Dänemark den Vertrag mit der 38-Jährigen auf, nachdem ein persönlicher Sponsor seinen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen war. „Herbert hat mich ziemlich schnell kontaktiert. Wir hatten ein super Gespräch und sind uns schnell einig geworden. Ich hoffe, dass ich der Mannschaft mit meinem handballerischen Können weiterhelfen kann“, sagte Müller.

Die Rechtshänderin kehrt damit in die Bundesliga zurück. Von 2015 bis 2018 spielte sie für die SG Bietigheim und schnappte mit ihrem damaligen Verein in der Saison 2016/2017 dem Thüringer HC den Meistertitel weg. Im vergangenen Jahr wechselte sie schließlich zu Randers HK, wo Müller bereits von 2006 bis 2012 unter Vertrag stand. Zuvor spielte sie sechs Jahre beim damaligen Top-Klub HC Leipzig.

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Die 38-Jährige verfügt mit 197 Länderspielen für die deutsche Auswahl über unheimlich viel Erfahrung. Mit der Nationalmannschaft holte sie bei der Weltmeisterschaft 2007 die Bronzemedaille. In ihrer Karriere gewann sie in drei Ländern - Deutschland, Dänemark und Slowenien - insgesamt sechs nationale Titel.

Der Thüringer HC reagierte nun auf dem Transfermarkt, nachdem mehr als eine komplette Rückraumreihe verletzt ausgefallen war. Krisztina Triscsuk (Bänderriss) und Beate Scheffknecht (Fuß-Operation) werden noch Monate fehlen. Auch bei Anne Hubinger ist aufgrund ihrer schweren Fußverletzung nach anfänglich vielversprechenden Einsätzen nicht an eine Rückkehr zu denken.

Zu allem Überfluss hatte sich Spielführerin Iveta Luzumova bei der EM in Frankreich ein Band im Ellenbogen angerissen und wird noch mehrere Wochen fehlen. Zuletzt kam auch noch Saskia Lang hinzu, die sich einen Meniskusriss im rechten Knie zugezogen hatte.

Für den Bundesliga-Tabellenführer stehen im Januar entscheidende Spiele an. Am Sonntag, 13. Januar, kommt Borussia Dortmund zum Pokal-Viertelfinale nach Bad Langensalza. Danach folgen die wichtigen Ligaspiele zu Hause gegen TuS Metzingen (Mittwoch, 16. Januar) und auswärts beim ebenfalls noch verlustpunktfreien Verfolger SG Bietigheim (Mittwoch, 23. Januar). Zudem startet in Nordhausen am Sonntag, 27. Januar, mit dem Spiel gegen FTC Budapest die Hauptrunde der Champions League.

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