Empfang mit Eiseskälte und heißem Herzen

Erfurt  Das Team von Byasen Trondheim will den THC-Handballerinnen den Einzug in die nächste EHF-Cup-Runde vermiesen.

THC-Trainer Herbert Müller ist auf Trondheimer Angriffe vorbereitet.

THC-Trainer Herbert Müller ist auf Trondheimer Angriffe vorbereitet.

Foto: Sascha Fromm

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Fahrplan ist klar, die Marschrichtung formuliert: Im hohen Norden wollen die Handballerinnen des Thüringer HC am Sonntagabend in die dritte Qualifikationsrunde des EHF-Cups steuern. An der Atlantikküste Mittelnorwegens erwartet sie rauer Gegenwind.

Noch eine Zeit lang plauderte THC-Trainer Herbert Müller am vergangenen Sonntag mit Ida Alstad. Mit jener norwegischen Rückraumspielerin, die er einst gern nach Thüringen gelotst hätte. Und nachdem die 34-Jährige von Byasen Trondheim auf dem Feld einige Akzente gesetzt hatte, verabschiedete sie sich genau so, was Müller neben der spielerischen Klasse beeindruckt hatte. „Wir werden euch mit Eiseskälte und heißem Herzen erwarten“, gab der THC-Coach wieder.

Die Kampfansage der Trondheimerinnen ist angekommen. Nach dem 25:29 vor einer Woche in Nordhausen bleibt nichts anderes übrig, als dem THC auf die Art begegnen zu wollen. Der hat das Gleiche vor.

Für Müller geht es darum, das Vier-Tore-Plus aus dem Hinspiel am Sonntag gar nicht erst zu berücksichtigen. „Gehst du hin mit der Maßgabe, das Plus verwalten zu wollen, erlebst du dein böses Erwachen“, sagte er vor der strapaziösen Fahrt gut 1700 Kilometer nordwärts.

Halb acht morgens bricht die Mannschaft auf, per Kleinbus geht es nach Berlin, von dort per Flugzeug nach Oslo, dann weiter nach Trondheim. Am Abend soll noch einmal trainiert werden. Sonntagabend – Spiel, am Montag geht es nach Hause. Die Nationalspielerinnen fliegen gleich nach Kroatien zum ersten Länderspiel am Mittwoch in Zagreb.

Das alles aber geschieht mit ei­nem Lächeln. Mit einer glänzenden Ann-Cathrin Giegerich im Tor, einer starken Abwehr und schnellem Spiel vor allem auch über die Außen adelte der THC-Coach das Spiel am Mittwochabend gegen Buxtehude (36:21) zu einem herausragenden.

Zwei Schrecksekunden gehörten dazu, als Ina Großmann zunächst auf dem Boden lag und sich schmerzverzerrt den Ellbogen hielt. Und als Meike Schmelzer und Friederike Gubernatis zusammengerauscht waren. Bei­de aber trugen lediglich Blessuren davon und können in Trondheim spielen. Allein Mia Biltoft wird familiär bedingt nicht nach Norwegen reisen.

EHF-Cup, 2. Quali-Runde, Rückspiel: Byasen Trondheim -Thüringer HC, Sonntag, 18 Uhr

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren