Der Kleber ist nicht allein entscheidend für Erfolg

Ilmenau.  Interview mit Jens Rocktäschel, dem Trainer des Handball-Landesligisten HB Ilmenau über Kleber, Studenten und Erfolg

Jens Rpocktäschel, der Trainer des Handball-Landesligisten SG Handball Ilmenau

Jens Rpocktäschel, der Trainer des Handball-Landesligisten SG Handball Ilmenau

Foto: René Röder

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Die Bilanz des amtierenden Landesliga-Champions SG Handball Ilmenau ist bisher durchwachsen. Neun Siegen stehen da auch fünf Niederlagen und ein Remis gegenüber. Wir sprachen mit Jens Rocktäschel, dem Trainer.

In eigener Halle läuft es. Der 30:28-Sieg über den THC war überzeugend.

Wir spielen zuhause einfach ganz anders und haben da auch personell oft weit größere Spielräume.

Woran haperte es besonders?

Besonders an der Torwurf-Effektivität, das ist unser ganz großes Problem. In den letzten Spielen war das gar nicht gut. In Apolda zum Beispiel haben wir gerade 18 Tore machen können, das ist normalerweise eine Halbzeitergebnis.

Was geht in dieser Saison noch, die Titelverteidigung?

Die nicht nicht. Ziel bleibt ein Platz unter den ersten Fünf. Wir haben zu sehr mit wechselnden Besetzungen zu kämpfen mit Verletzungsausfällen und Studenten sind oft nicht da, weil sie Prüfungen haben oder nach Hause fahren. Das ist unsere Crux, dass wir immer umdisponieren müssen, das war in den letzten Jahren nicht ganz so krass.

Gegen den THC waren sie gut besetzt.

So konnten wir temposcharf die Langensalzaer auch müde spielen, haben die Bälle besser platziert. Besonders Hermann Bach hat es geschafft, die Würfe auszuspringen, auszugucken, wie sich der Torhüter bewegt. Das ist unter Bedrängnis nicht einfach. In den letzten Spielen gelang uns das nicht so.

Lag es auch am Kleber?

Auch.

Was macht da den Unterschied aus?

Es ist halt ein ganz anderes Spiel und auch das Werfen ist anders.

Wäre da eine einheitliche Linie vom Verband längst überfällig. Das Problem haben ja auch im Umkehrschluss die anderen Vereine?

Das ist nicht möglich, weil der Verband ja keine Hoheit über die Hallen hat.

Wie sieht es personell aus. Genath und Oppermann haben ihr Studium beendet, wollten Ilmenau verlassen…

...beide bleiben. Jonas Genath hat eine Anstellung an der Uni gefunden, seine Freundin studiert auch hier. Jetzt überlegt er, ob er vielleicht sogar noch seine Promotion anzugehen und auch Hannes Oppermann bleibt, macht seinen Master.

Wie sieht´s beim Nachwuchs aus?

Wir haben einen sehr guten Nachwuchs, zum Beispiel Arwid Rauch und Til Scherer, die mit der B-Jugend in Apolda in der Mitteldeutschen Oberliga spielen und einmal in der Woche auch bei den Männern in Ilmenau mittrainieren. Da wächst was heran.

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