ThSV Eisenach vor großer Aufgabe gegen Spitzenreiter Hamburg

Dirk Pille
| Lesedauer: 3 Minuten
ThSV-Trainer Markus Krauthoff-Murfuni ist optimistisch, dass es auch gegen Hamburg mit einem Heimsieg klappt.

ThSV-Trainer Markus Krauthoff-Murfuni ist optimistisch, dass es auch gegen Hamburg mit einem Heimsieg klappt.

Foto: Sportfotoeisenach

Die Handballer des ThSV Eisenach müssen auch Weihnachten arbeiten. Am Samstag treffen sie in der 2. Liga zuhause ab 17 Uhr auf Hamburg.

Eisenach. Nach dem 28:24 (13:10) über TuS Ferndorf am Mittwochabend herrschte beim ThSV Eisenach einfach nur Freude. Die zwei verdienten Punkte unterm Weihnachtsbaum kommentierte Trainer Marcus Murfuni mit: „Wir sind sehr zufrieden und werden jetzt über unsere Baustellen reden. Wir haben den Kampf angenommen und endlich mal zwei Halbzeiten gewonnen“, so der Coach über „das Glück der Tüchtigen“.

Vor allem zeigte das Team – inzwischen Tabellenachter, dass es auch eine sehr ordentliche 6:0-Abwehr spielen kann. Hinzu kam die aktuelle Hochform von Keeper Blaz Voncina und ein starker Auftritt von Mittelmann Martin Potsik mit acht Toren. Das die Handballprofis von der Wartburg bis kurz vor Schluss trotzdem etwas zittern mussten, lag an der zeitweise ziemlich schwachen Chancenverwertung. Unter anderem wurden nur drei von sieben Strafwürfen verwandelt.

„Wir hätten es uns etwas leichter machen können. Aber am Ende waren es trotzdem 28 Tore und 58 Prozent Erfolgsquote im Angriff“, so Murfuni. Beim Trainer und dem Team ist der Appetit geweckt. Die Heimserie von drei Siegen in Folge soll auch gegen den Favoriten HSV Hamburg nicht abreißen. Die Hanseaten bezwangen am Mittwoch Dessau knapp mit 29:27.

Die Sachsen-Anhalter hatte Eisenach vor Wochenfrist 32:29 nach Hause geschickt. Querrechnungen will Murfuni nicht anstellen. Aber Angst hat der ThSV nach dem Auftritt gegen Ferndorf sicher nicht vorm HSV. „Klar wird das eine große Aufgabe. Sie sind flexibel und schwer zu knacken. Wenn wir aber wieder so eine Abwehrleistung abrufen können und uns vorn noch steigern, gibt es eine Chance“, glaubt Murfuni auch ohne die Fans, die immerhin im Internet bei sportdeutschland.tv zusehen können. Manager René Witte findet sogar: „Hamburg ist vielleicht die größere Stadt, aber wir haben die größere Tradition.“

Über Weinachten wird beim ThSV quasi durchtrainiert. Am 24. ging es am Morgen auf die Platte, tags darauf findet am Nachmittag das Abschlusstraining statt, ehe am 26. dann ab 17 Uhr der HSV wartet.

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Bereits gut im Training angekommen sind die beiden Neuzugänge Jannis Schneibel und Daniel Hideg. Der 20 Jahre alte Schneibel, der einen Vertrag bis 2022 erhielt, gilt als Junioren-Nationalspieler als eines der größten deutschen Talente. Witte hatte ihn schön länger auf dem Zettel. Auch Hideg, der erstmal bis Saisonende verpflichtet wurde, umwarb der ThSV schon vor seinem Kreuzbandriss. Der 24-Jährige hatte sich damals aber für die Eulen Ludwigshafen entschieden. „Das ist ein deutliches Zeichen nach Außen, dass wir eine Mannschaft mit jungen deutschen Spielern aufbauen wollen“, so Witte.

Trainer Murfuni hofft, dass die beiden Neuzugänge der Mannschaft Ende Januar schon wirklich im Rückraum helfen können. „Sie sind natürlich noch nicht perfekt und ausgereift. Aber sie lernen schnell und werden peu a peu mehr Einsatzzeiten erhalten“, so der Trainer.

Der freut sich wie Witte auf die Weihnachtsgans. Den Spielern verordnet der Manager gesündere Kost. „Sie sollen lieber Fisch essen, um sich an Hamburg zu gewöhnen“, lacht Witte.

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