Motor Arnstadt: Zwei Alternativen im Abstiegskampf gefunden

Arnstadt.  Handball-Thüringenliga: Motor Arnstadt/Plaue gegen Werratal unter Wert geschlagen – 23:32

Beim Einstand  für  Motor Arnstadt konnte der aus Erfurt gekommene Tyron Leinhas (l./ beim Wurf vor dem Werrataler Bacic) noch keinen Sieg einfahren. Werratal siegte am Ende 32:23.

Beim Einstand für Motor Arnstadt konnte der aus Erfurt gekommene Tyron Leinhas (l./ beim Wurf vor dem Werrataler Bacic) noch keinen Sieg einfahren. Werratal siegte am Ende 32:23.

Foto: René Röder

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Der Start in das neue Jahr brachte für das Thüringenliga-Schlusslicht SG Motor Arnstadt/Plaue zwar noch keinen Sieg, aber dafür eine enorme Leistungssteigerung im Vergleich zur Schmach im Hinspiel, als die Hüttner-Männer mit 15:45 in Breitungen regelrecht auseinandergenommen wurden.

Mehr noch. 45 Minuten hielten die erstaunlich gut gegen den ehemaligen Regionalligisten mit, führten sogar 19 Minuten lang (9:8) und zeigten im Vergleich zum letzten Jahr auch eine deutliche Verbesserung im Abschluss-Verhalten.

„Freilich für einen Sieg hat das alles noch nicht gereicht, aber wie sich die Mannschaft stetig weiterentwickelt macht nicht nur mir Freude“, so Trainer Michael Hüttner und schiebt nach: „Wenn die beiden neuen Leute jetzt noch in die Mannschaft wachsen und ihren Trainingsrückstand schnell aufholen, dann ist noch was möglich in dieser Rückrunde“, so der Coach.

Das muss nicht einmal der Klassenerhalt sein, kann er aber. „Wir lassen und nicht unter Druck setzen, werden alles versuchen. Wichtig ist, dass wir uns in allen Bereichen steigern können“, so die Hüttnersche Marschroute.

Zwei neue Spieler gaben ihre Debüt. Vasco Jasifoski, ein 35-jähriger ehemaliger mazedonischer Erstliga-Spieler, der über viel Routine und Power verfügt, und der wurfstarke Tyron Leinhas, der bei Werratel und Bad Salzungen im Nachwuchs spielte und vom HSC Erfurt kam. Beide vermittelte Ex-Keeper Seven Hilger – beide sollen Lücken schließen, denn offensichtlich bleibt bei Motor, dass es einfach an Alternativen fehlt.

Denn als Werratal mit gut gefüllter Bank in den Schlussminuten noch Wechsel-Möglichkeiten hatte, waren die aufopferungsvollen Motor-Männer ab der 43. Minute dann richtig platt. Christoph Bergner: „Das war wirklich so. Da fehlen dann wirklich noch ein zwei frische Leute auf der Bank, um noch einmal im Tempo anziehen zu können. Das geht bei uns im Moment gar nicht.“

So gelang es Werratal – im Abschluss präziser, aber nicht wirklich viel besser – zunehmend leichter, vom 19:17 (43.) auf 25:19 davon zu ziehen (51.). Und nach Bergners 25:20 (52.) blieb die Anzeigetafel sechs lange Minuten auf der linken Seite unbenutzt. Werratal schoss sich auf neun Tore davon (56.) – die Vorentscheidung. Dabei blieb es auch zum abschließenden 23:32 aus Arnstädter Sicht.

Positiv war der Einsatz der Arnstädter und Daniel Heims gnadenlose Serie vom Punkt mit sechs verwandelten Siebenmetern bei insgesamt acht Toren. Und beachtlich ist auch die Moral und die Stimmung in der Mannschaft. Die ist absolut ungebrochen, trotz 0:24 Punkten und einer eher ausweglos ungünstigen Situation. Nicht auszudenken, was da ein erster Saisonerfolg in der Thüringenliga bewegen könnte.

Die nächste Gelegenheit dazu gibt es kommende Woche in Goldbach und vielmehr in zwei Wochen daheim dann gegen Aufbau Altenburg.

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