Handball-Thüringenliga

Schlusslicht Motor Arnstadt längst noch nicht abgehängt

Ronneburg.  Fast wäre dem Handball-Thüringenligisten Motor Arnstadt in Ronneburg der erste Sieg gelungen. Beim 28:30 fehlte nicht viel

Aurel Bartsch beim Torwurf. Mit seinem Team verpasste er in Ronneburg nur knapp eine Überraschung.

Aurel Bartsch beim Torwurf. Mit seinem Team verpasste er in Ronneburg nur knapp eine Überraschung.

Foto: René Röder

Zwar kehrte nach langer Verletzung Alexander Heim ins Team des Handball-Thüringenligisten Motor Arnstadt/Plaue zurück und auch Christian Bergner stand in Ostthüringen – mit fünf Toren recht erfolgreich – wieder auf dem Parkett, aber insgesamt waren bei acht Feldspielern Alternativen erneut rar. Dennoch hatte Trainer Michael Hüttner gefordert: „Wir wollen von Spiel zu Spiel den Rückstand etwas verringern, uns entsprechend unserer Möglichkeiten profilieren, verbessern.“ An Wunder glaubt in Arnstadt keiner, aber die Geduld bei den Motor-Verantwortlichen ist riesig. Handball-Chef Hendrik Möller: „Wie wir uns präsentieren, ist entscheidend.“

In Ronneburg standen die Arnstädter nun vor einer ganz großen Überraschung, einem Sieg. Am Ende retteten sich die Ronneburger mit 30:28 knapp ins Ziel. Vor der Pause hielten die Arnstädter das Spiel offen, führten mehrfach. Nach sieben Minuten brachten D. Heim, Barthel und Bergner Motor vom 2:2 auf 4:2 in Führung. Sieben Mal glich Ronneburg durchaus beeindruckt wieder aus, sechsmal bis zum 10:11 (19.) zogen die Gäste wieder in Front und nach Dreitore-Rückstand (16:13/26.) war der Vorpausen-Endspurt zum 16:16 und die neuerliche Führung danach beeindruckend. Bergner, Nießen, Bartsch, A. Heim und Barthel brachten die Motor-Crew zurück und mit 18:17 in Front (32.).

Bis zum 19:20 (36.) blieb das so. Dann brachte ein erster kleiner Knick die Arnstädter mit vier Treffern in Rückstand (25:21/43.).

Dieser Vorsprung hielt sechs Minuten, dann schlossen die Gäste wieder hochkonzentriert durch zwei Siebenmeter-Tore (Bergner, D. Heim), einen Hoppe-Treffer und im Gegenstoß Nießen wieder auf 26:25 auf. Nervenflattern bei den Gastgebern und den Arnstädtern schienen Flügel zu wachsen. Noch einmal verkürzte D. Heim auf 27:26 vom Siebenmeterpunkt (54.). Das Spiel stand auf des Messers Schneide mit dem glücklicheren Ausgang für die Ronneburger. Djczak und Alexy trafen gnadenlos, die Gäste erst nach drei Minuten wieder durch Nießen zum 29:27 (58.). Die Zeit lief weg. Fehlwürfe hüben wie drüben, dann Tor der Ronneburger durch Lange – 24 Sekunden vor Schluss, 30:27. Das war’s! Nur Barthel gelang eine Verkürzung zum dennoch beachtlichen 30:28. Trainer Michael Hüttner: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben Ronneburg vor allem vor der Pause nur wenig gestattet. Ein Spiel das sehr viel Mut macht.“

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