Heiligenstadts König: „Für eine externe Lösung entschieden“

Jochen Meyer
| Lesedauer: 4 Minuten
Simon Schneegans ist neuer Trainer bei Fußball-Verbandsligist SC Heiligenstadt und löst Daniel Papst ab.

Simon Schneegans ist neuer Trainer bei Fußball-Verbandsligist SC Heiligenstadt und löst Daniel Papst ab.

Foto: Helge Schneemann

Heiligenstadt.  Mit dem 34-jährigen Simon Schneegans geht der Fußball-Verbandsligist SC Heiligenstadt in das Spieljahr 2021/2022 in der Fußball-Verbandsliga.

Mit dem 34-jährigen Simon Schneegans geht der Fußball-Verbandsligist SC Heiligenstadt in die kommende Saison 2021/2022. Der Bundespolizist spielte im Spieljahr 2009/2010 für den Eichsfelder Klub und trainierte zuletzt den niedersächsischen Oberligisten Eintracht Northeim sowie den Bezirksligisten SG Bergdörfer. Er folgt dem Interimstrainer Daniel Papst, der Ende Oktober das Amt für den entlassenen Coach Ronny Löwentraut übernahm und lediglich beim 1:2 bei Thüringen Weida für das Team um Mannschaftskapitän Sebastian Möhlhenrich an der Linie verantwortlich war, danach weder im Training noch in der Betreuung zum Einsatz kam.

„Die Entscheidung des Vorstands war nicht gegen Daniel Papst gerichtet“, sagt Heiligenstadts Präsident Thadäus König. Für ihn und seine Vorstandskollegen hatte sich die Frage gestellt, ob man eine vereinsinterne Lösung oder eine mit einem Impuls von außen favorisiere. Dabei sei das Pendel zugunsten des Untereichsfelder ausgeschlagen. „Wir wollten auf jeden Fall einen Trainer aus der Region“, erklärt der 38-jährige Vereinschef, dass man diesen Anspruch mit dem Untereichsfelder realisiert habe. Man habe aber auch noch mit einigen anderen Kandidaten gesprochen.

Zunächst verständlicherweise enttäuscht zeigte sich Daniel Papst über die für ihn negative Entscheidung des Führungsgremiums. „Aber ich akzeptiere diese“, bemerkt der 45-Jährige, der seit 20 Jahren als Spieler und Co-Trainer beim Heiligenstädter Traditionsklub im Einsatz ist. Er hatte sich auf die Arbeit als Cheftrainer gefreut, hatte aber keinen festen Vertrag mit den Verantwortlichen des Vereins abgeschlossen.

„Ich will aber weiter an meiner Trainerausbildung feilen, wurde durch den Lockdown an der Absolvierung zur B-Lizenz gehindert“, berichtet der Familienvater, der seine sportliche Zukunft eher als Trainer denn als Funktionär sieht. „Wir unterstützen ihn bei seiner Ausbildung zum Trainer“, betont König, der mit dem Vorstand noch auf der Suche nach einer geeigneten Tätigkeit für Daniel Papst im Verein ist.

„Ich habe in dem halben Jahr als Verantwortlicher eine große Akzeptanz durch die Mannschaft verspürt, bin mit den Spielern menschlich gut klargekommen“, informiert Papst, der zu seinem Bedauern wegen der Pandemie seine Qualitäten als hauptverantwortlicher Übungsleiter nicht unter Beweis stellen konnte, mit seinen Schützlingen aber stets individuelle Gespräche führte.

In diesen stellte der ehemalige Mittelfeldmotor auch fest, dass die Mannschaft komplett auch in der nächsten Serie für den SC Heiligenstadt auflaufen will. „Hoffentlich kann das neue Spieljahr endlich mal wieder problemlos durchgeführt werden, dass wäre sehr wichtig auch für den Nachwuchs“, sagt König, der seit frühester Kindheit Mitglied beim SC Heiligenstadt ist. Der zweifache Familienvater befürchtet bei einem länger anhaltenden Lockdown, dass die Nachwuchskicker dann die Lust und Freude an ihrem sportlichen Hobby verlieren.

Als Co-Trainer fungiert weiter Michael Wegener, der während der Unterbrechung der Saison vom Kreisoberligisten Blau-Weiß Brehme ins Gesundbrunnenstadion wechselte. Aber auch im Mannschaftskader hat der Verbandsligist die Weichen für die kommende Saison gestellt, mit dem Uderaner Leon Gümpel (Wacker Nordhausen) und dem Bickenrieder Maximilian Groß (SV Dingelstädt) zwei hoffnungsvolle Akteure aus der Region für die zuletzt harmlose Offensive verpflichtet.

Zudem konnten mit Torhüter Bennett Fröhlich und dem schnellen und spielerisch starken Stürmer Yannick Stellmann zwei Talente aus der guten Nachwuchsarbeit in der laufenden Saison ihr Können noch nicht eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Auf die Rückkehr auf den grünen Rasen freut sich auch Heiligenstadts Mannschaftskapitän Sebastian Möhlhenrich. „Die neue Saison wird sicherlich spannend und interessant“, erklärt der 35-Jährige und denkt dabei auch an den neuen Trainer, mit dem er vor über zehn Jahren bei desem einjährigen Gastspiel noch gemeinsam im Mittelfeld operierte.