Herrmannsacker wartet ungeschlagen auf den Neustart

Landkreis.  Rückblick: In der Fußball-Kreisliga, Staffel 2, ist der SV das Maß aller Dinge. Am Tabellenende steht Sollstedt.

Tim Hagemeier vom SV Herrmannsacker (in Blau) ist nicht zu bremsen, auch von Görsbachs Grzegorz Czosnyka von der SG Görsbach nicht. 

Tim Hagemeier vom SV Herrmannsacker (in Blau) ist nicht zu bremsen, auch von Görsbachs Grzegorz Czosnyka von der SG Görsbach nicht. 

Foto: Kurt Trost

Die ersten neun Spieltage in der Saison 2020/2021 sind in der Fußball Kreisliga, Staffel 2, absolviert. Es folgte die Corona-Zwangspause bis voraussichtlich Anfang Dezember. Die 15 Mannschaften haben nun Pause – eine Gelegenheit, um Zwischenbilanz zu ziehen.

„Nach den steigenden Corona Zahlen ist die Pause in Ordnung. Wir hoffen, dass es Anfang Dezember weitergeht. Der Termin steht aber auf wackligen Füßen. Wir sind Tabellenführer und wollen das auch bis zum Schluss bleiben. Unser Ziel ist der Aufstieg, den wir auch wahrnehmen würden. Wir haben eine eingespielte Mannschaft, wo es in den letzten Jahren keine Veränderungen gegeben hat. Unser ärgster Konkurrent ist Bleicherode“, so die erste Zusammenfassung von Ingo Junge, dem Vorsitzenden aus Herrmannsacker.

„Die Pause ist ok, die Gesundheit steht im Vordergrund. Wir waren gerade gut in Fahrt und hätten auch gern weitergespielt. Unsere Zielstellung ist Platz Eins bis Drei. Wir haben eine ganz junge Truppe, da kann es auch mal Rückschläge geben. Es sieht alles nach einem Zweikampf zwischen Herrmannsacker und Bleicherode aus. Es könnten aber auch noch zwei bis drei Mannschaften eingreifen. Zum Beispiel Werther, denn die Tabelle hat ein schiefes Bild, da einige Teams mit einem oder zwei Spielen im Rückstand sind“, so die Meinung aus dem Trainerteam von Bleicherode.

In der Liga hat es von Beginn ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Bleicherode und Herrmannsacker gegeben. Beide Teams starteten mit einem Unentschieden. Am dritten Spieltag übernahm Bleicherode vor dem punktgleichen SVH die Spitzenposition. Am 6. Spieltag musste Bleicherode zu Hause gegen Sundhausen die bisher einzige Niederlage hinnehmen und Herrmannsacker übernahm den Platz an der Sonne. Am 7. Spieltag rückte Bleicherode bis auf einem Punkt wieder ran. Beide Teams gewannen dann ihre letzten beiden Spiele und sind durch einen Punkt an der Spitze getrennt. Herrmannsacker blieb ungeschlagen, gewann sieben Mal und spielte zweimal Unentschieden. Das sind bisher 23 Punkte und 25:6-Tore. Bleicherode hat 22 Punkten und 33:7-Tore. Auf Platz drei steht Salza II mit 17 Punkten (ein Spiel weniger) und 16:6-Toren.

Die Spitzengruppe besteht aus den ersten sechs Mannschaften Herrmannsacker, Bleicherode, Salza II, Görsbach, Sundhausen, und Werther. Im Mittelfeld rangieren Krimderode, Neustadt, Kehmstedt, Kleinfurra, Windehausen und Bielen II. Zur Kellerregion gehören Sollstedt, Heringen und Niedergebra.

„Wir sind Tabellenletzter und haben noch nicht gewonnen. Die Pause ist in Ordnung, wir haben Corona am eigenen Leib gespürt. Ein Spieler hatte Corona, alle anderen mussten in Quarantäne. Sportlich lief es vor der Pause überhaupt nicht. Mit Hauswald hat uns der Topstürmer verlassen (Kraja), das konnten wir nicht kompensieren. Dazu kam ein Verletzungspech, sodass wir einige mal ohne Stürmer antreten mussten. Wir hoffen, dass es in Dezember weitergeht, da sieht es personell wieder besser aus. Das Team ist auch in die Jahre gekommen. Die jungen Spieler verlassen uns in Richtung Eichsfeld. Wir müssen sehen, dass wir gesund bleiben, dann hab ich die Hoffnung, dass wir da unten rauskommen“, sagt Uwe Lengfeld, Trainer in Sollstedt.

Herrmannsacker, Bleicherode und Werther wurden vor der Saison als Favoriten gehandelt. Für eine positive Überraschung sorgten Salza II, Görsbach und Sundhausen. Unter den Erwartungen sind Windehausen, Bielen II und Sollstedt geblieben. Schwer haben es die Neulinge Heringen und Niedergebra, die um den Klassenerhalt kämpfen.

Für die Statistikfans: In den bisher 60 absolvierten Spielen wurden 255 Tore erzielt, das ergibt einen Schnitt von 4,2 Treffern pro Spiel. Den besten Sturm besitzt Bleicherode mit 33 Toren, gefolgt von Werther (26), Herrmannsacker (25) und Görsbach (25). Die stärkste Abwehr hatte Herrmannsacker und Salza II mit nur je sechs Gegentoren. Die wenigsten Tore schossen Sollstedt (5) und Niedergebra (7). Die löchrigste Abwehr hatten Bielen II (29 Gegentore), Niedergebra (22) und Heringen (21). Die Torschützenliste wird mit zehn Toren von Matej Kozul (Bleicherode) angeführt. Es folgen Phillipp Kindervater (Salza II 9), Tim Hagemeier (Herrmannsacker 7), Farhat Hassam (Görsbach 6) und Patrice Müller (Bleicherode 6).

Die torreichsten Begegnungen waren Kehmstedt – Werther 0:10, Bleicherode – Sollstedt 8:0, Windehausen – Bleicherode 0:7 und Herrmannsacker – Kleinfurra 7:0. Die Fairnesstabelle wird von Herrmannsacker (11/1/0), Windehausen (13/0/0) und Werther (12/0/0) angeführt.