Fußball-Regionalliga

Insolvenzverfahren bei Wacker Nordhausen erst nach der Saison

Nordhausen.  Die Eröffnung des Insolvenzverfahren der Spielbetriebs-GmbH von Wacker Nordhausen verzögert um Monate. Warum, das erklärt jetzt Insolvenzverwalter Peter Staufenbiel.

Wackers Carsten Kammlott (links) im Zweikampf beim 1:0-Sieg gegen Erfurts Pierre Becken am 20. September in Nordhausen.

Wackers Carsten Kammlott (links) im Zweikampf beim 1:0-Sieg gegen Erfurts Pierre Becken am 20. September in Nordhausen.

Foto: Sascha Fromm

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Peter Staufenbiel muss seinen ehrgeizigen Zeitplan für das Insolvenzverfahren der Spielbetriebs-GmbH des Fußball-Regionalligisten umwerfen. Der Insolvenzverwalter aus Mühlhausen erklärte jetzt unserer Zeitung, dass sich die Eröffnung des Verfahrens „um Monate“ verzögern wird.

Staufenbiel glaubt, dass das Insolvenzverfahren sogar erst nach Saisonende eröffnet werde. „Das hat aber kleine Auswirkungen auf den Verlauf und ist nicht unüblich“, so Staufenbiel. Es gebe dafür insolvenzrechtliche Gründe, zahlreiche Unterlagen müssten noch ausgewertet werden. „Wir wollen das lückenlos machen“, so der ehemalige Fünftliga-Fußballer bei Leinefelde und Mühlhausen.

Rundum positiv seien die Gespräche mit dem Nordostdeutschen Fußballverband NOFV verlaufen. Man habe den Verband überzeugen können, dass bei Wacker Nordhausen künftig mehr Transparenz herrschen werde und die Saison unter dem Dach des Vereins ohne neue Probleme zu Ende gespielt werden kann. „Allerdings zieht man Wacker natürlich die neun Punkte wegen der Insolvenz ab“, so Staufenbiel.

Am Montag wolle Staufenbiel den Spielern die neue Sachlage erklären und beschreiben, wie sie ohne weitere Verzögerung an ihr ausstehendes Insolvenz-Ausfallgeld kommen. Bis dahin könnten auch die neuen Spieler-Verträge unterschrieben sein. Dabei handele es sich aber, so Staufenbiel, nur noch um Amateurkontrakte.

Nach der Absage der Nachholpartie gegen Babelsberg, die am Samstag stattfinden sollte, will Wacker Nordhausen nun beim Nord-Regionalligisten VfL Wolfsburg II seine Form testen. Gespielt werden soll am Freitag ab 17 Uhr auf Rasen im Stadion Elsterweg in der Autostadt. Das erste Rückrundenspiel steigt laut Spielplan am 2. Februar (13.30 Uhr) beim Tabellenletzten der Regionalliga Bischofswerdaer FV. An diesem Tag wird auch das Thüringer Pokalhalbfinale bei den Hallenmeisterschaften ausgelost. Das erste Heimspiel für Wacker ist dann am 7. Februar (Freitag/19 Uhr) gegen Fürstenwalde angesetzt und könnte auf Kunstrasen im Albert-Kuntz-Sportpark stattfinden.

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