Ist die Saison-Fortsetzung beim KFA Mittelthüringen noch möglich?

Weimar/Arnstadt.  Der Kreisfußballausschuss Mittelthüringen befragt seine 104 aktiven Vereine, wie es nach dem Lockdown weiter gehen soll.

Auch für Wachsenburg Haarhausen und seinen Torjäger Lukas Glaß (rechts/hier gegen Schwarzas Nico Keilhauer) steht die Frage, wie es nach dem neuerlichen Corona-Lockdown weiter geht.

Auch für Wachsenburg Haarhausen und seinen Torjäger Lukas Glaß (rechts/hier gegen Schwarzas Nico Keilhauer) steht die Frage, wie es nach dem neuerlichen Corona-Lockdown weiter geht.

Foto: René Röder

Der Kreisfußballausschuss Mittelthüringen bittet seine Vereine, sich aktiv mit Vorschlägen für die weitere terminliche Gestaltung der jetzt bis Ende November unterbrochenen Saison 2020/21 zu beteiligen.

Bis Mitte des Monats sollen die Vereine entsprechend der Vorgaben des TFV ihre Vorstellungen per Mail oder auch Post an den KFA senden können, wie zum Beispiel die wichtigste Frage, ob eine Fortsetzung des Spielbetriebs im Jahre 2020 noch sinnvoll ist.

Zunächst interessierte die Verantwortlichen in Mittelthüringen um den KFA-Spielausschuss-Vorsitzenden Sven Wenzel besonders, welche Vorlaufzeit die Vereine für ihre Vorbereitung auf einen Wiederstart benötigen, genauso aber auch, ob die komplette Saison überhaupt nach einer Pause über den Jahreswechsel hinaus realistisch zu beenden wäre.

Weitere Fragen, die Sven Wenzel in seiner Rund-Mail an die innerhalb des KFA 106 im aktiven Spielbetrieb befindlichen Fußballvereine stellte, sind:

Unter welchen Maßgaben kann zunächst die Hinrunde zu Ende gespielt werden und wie kann es danach weitergehen?

Sind Spiele im Januar beziehungsweise Februar denkbar?

Was passiert mit den dann bereits angefallenen Nachholspielen mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf?

Wie kann ein Terminplan aussehen und mit welchem Rahmenspielplan kann die Saison fortgesetzt werden?

Dazu hat der Spielausschuss des KFA bereits eine erste Telefonkonferenz abgehalten. Dabei stand auch die erst im Sommer vorgenommene Neuregelung der Thüringer Spielordnung im Fokus, die möglichen Folgen einer Unterbrechung des Spieljahres und Voraussetzungen einer Fortsetzung neu regelt.

In seinem Offenen Brief führt Wenzel weiter: „Wie man schon an diesen Fragen sieht, sind jede Menge Punkte zu berücksichtigen, welche jedoch mehrere Sichtweisen haben können und sich an manchen Stellen auch erst final beantwortet lassen, wenn wir den sicheren Wiederaufnahmetermin kennen.“

Und im erwähnten Zeitfenster möchte er mit dem Spielausschuss auch die möglicherweise folgenden Festlegungen durch die Landesregierung einbeziehen, die im Idealfall Lockerungen der aktuellen Pandemiemaßnahmen für den Amateursport vorsehen.

Es solle keine Schnellschüsse, mit irgendwelchen Festlegungen geben, die kurzfristig durch neue Fakten überholt seien, teilt Wenzel mit, der nicht nur auf rege Beteiligung an der Umfrage hofft, sondern auch, dass alle die Corona-Pandemie unbeschadet überstehen: „Passen Sie auf sich und ihre Mitmenschen auf und bleiben Sie gesund!“

Das ist der KFA Mittelthüringen

Gründung: 21. Januar 2012 in Bösleben aus den ehemaligen Kreis-Fach-Ausschüssen Fußball des Ilm-Kreises, des Kreises Saalfeld-Rudolstadt sowie aus Weimar und dem Weimarer Land.
Vereine:
Innerhalb des KFA sind in der Saison 2020/21 150 Vereine mit knapp 14.000 Mitgliedern organisiert. Davon stehen 104 Vereine aktiv im Spielbetrieb. 2016 waren es noch 116.
Spielbetrieb:
405 Mannschaften spielen auf Landes- und Kreisebene. Die Zahl erhöhte sich in den letzten Jahren. 2016 waren es noch 389. Es gibt 139 Männermannschaften (2016 noch 149), zehn Frauen-Mannschaften und zwölf im TFV organisierte Alte Herren-Mannschaften.
Aktivste Mannschaften:
Insgesamt in Mittelthüringen die meisten Teams hat der VfB Oberweimar, der durch allein 15 Nachwuchs-Teams (!) insgesamt 16 Vertretungen stellt. Aus dem Weimarer Land hat der FC Einheit Bad Berka 14 Mannschaften im Spielbetrieb. Einheit hat vier Mädchen-Teams, besetzt die D, E- und F-Junioren doppelt. Dazu gibt es eine Frauen-Mannschaft aber noch keine A- und B-Junioren.
Nachwuchs:
247 Junioren-Teams sind im KFA Mittelthüringen im Punktspielbetrieb. Das sind 15 mehr als 2016. Insgesamt sind 238 Jungen-Mannschaften und neun Mädchen-Teams am Start. Zahlenmäßig stärkster Jahrgang sind die E-Junioren mit 58 Vertretungen, die wenigsten sind bei den A-Junioren (18) gemeldet.
Schiedsrichter und Offizielle:
Außerdem sind im KFA etwa 220 aktive Schiedsrichter sowie 55 Funktionäre in den Kommissionen und Ausschüssen aktiv.