Jan Rudolph aus Kuhfraß ist für Tennisspieler der Hoffnungsträger

Rudolstadt/Kuhfraß.  Jan Rudolph aus Kuhfraß organisiert seit vielen Jahren Tennisturniere im gesamten Freistaat

Jan Rudolph vor dem Vereinshaus seiner sportlichen Heimat, dem TC Rot-Weiß Rudolstadt. Der begeisterte Tennisspieler organisiert seit vielen Jahren Turniere im gesamten Freistaat.

Jan Rudolph vor dem Vereinshaus seiner sportlichen Heimat, dem TC Rot-Weiß Rudolstadt. Der begeisterte Tennisspieler organisiert seit vielen Jahren Turniere im gesamten Freistaat.

Foto: Peter Scholz

In Kuhfraß, einem kleinen Ortsteil der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel, hat man die Hoffnung noch nicht aufgegeben: Während landauf, landab die Sporthallen schließen, vielfach an ein normales Training und erst recht nicht an ein Turnier zu denken ist, da blickt Jan Rudolph noch hoffnungsvoll auf sein Handy. Dort steht im Tennis-Turnierkalender des Freistaates zwar auch vielfach die Info „Fällt aus“. Allerdings nicht beim Leistungsklassen-Turnier in Suhl, das der begeisterte Tennisspieler seit vielen Jahren organisiert. Es ist – bis auf ein Event in Erfurt – das einzige im Freistaat, das überhaupt noch für den Dezember geplant ist.

„Noch habe ich die Hoffnung, dass das Turnier stattfinden kann“, sagt der 50-Jährige, der seit einiger Zeit seine sportliche Heimat beim TC Rot-Weiß Rudolstadt gefunden hat. Und der mit der Organisation des Turnieres im Thüringer Wald quasi auch das Vermächtnis von Mario Mros, den vor einigen Jahren verstorbenen Urgestein im Thüringer Tennis, erfüllt. Der hatte die Turnierserie vor vielen Jahren aus der Taufe gehoben und Rudolph damals mit ins Boot geholt.

„Ich habe daran viel Spaß gefunden“, blickt Jan Rudolph auf die vergangenen Jahre zurück, in denen der Jenenser Turniere im gesamten Freistaat organisierte und organisiert: In Rudolstadt hinterließ er ebenso seine Handschrift wie in Altenburg oder Weimar. Und natürlich in Suhl. Dort soll am 12. Dezember die immerhin 32. Auflage des Turnieres stattfinden, das weit über die Thüringer Grenzen seine Freunde gefunden hat. Auch der ein oder andere Promi fand schon den Weg nach Suhl: André Schubert, der ehemalige Coach von Borussia Mönchengladbach, hat beispielsweise auch schon den einen oder anderen Filzball in Suhl geschlagen.

Dass das Turnier von Jan Rudolph in Suhl stattfindet, hat organisatorische, aber auch historische Gründe. Denn Gründer Mario Mros zog es damals auch schon in den Thüringer Wald. Im Suhler Sportcenter wiederum findet Jan Rudolph mit mehreren Plätzen beste Bedingungen für ein Turnier vor, das freilich derzeit nur dank eines strengen Hygienekonzeptes stattfinden kann: Mund-Nasen-Schutz ist außerhalb der Spielfelder natürlich ebenfalls Bedingung wie der Verzicht auf das Spielen im Doppel.

Bis zu zehn Turniere jährlich organisiert der 50-Jährige gemeinsam mit dem Remdaer Tennis-Shop APrey – wenn die Sportwelt nicht gerade wegen Corona still steht. Unterstützt wird er jeweils von den Gastgebern, „denn allein kann man das nicht stemmen“, so Rudolph, der noch viele Hallenturniere organisieren will: „Denn es gibt einfach zu wenige davon in Thüringen.“