„Kaltstart“ der Basketball-Löwen: Vorfreude und Ungewissheit

Erfurt.  Erfurts Drittligist trainiert nach seiner Quarantäne seit Montag wieder. Nach drei ausgefallenen Spielen geht es am Samstag bei Bayern II weiter.

Nach zwei Wochen Trainingspause müssen sich die Basketball-Löwen (links: Leo Vincent Saffer im Spiel gegen Koblenz) Kondition und Spielrhythmus wieder erarbeiten.

Nach zwei Wochen Trainingspause müssen sich die Basketball-Löwen (links: Leo Vincent Saffer im Spiel gegen Koblenz) Kondition und Spielrhythmus wieder erarbeiten.

Foto: Sascha Fromm

Endlich, so hört man bei Dominykas Pleta und Fidelius Kraus heraus, geht es wieder los. Zwei Wochen pausierten die beiden 16-Jährigen zuletzt unfreiwillig. Durch zwei positive Corona-Tests mussten alle Spieler der Basketball-Löwen Erfurt – zu deren Elf-Mann-Kader auch die beiden großen Talente der Rockets Gotha zählen – in Quarantäne. Insgesamt drei Punktspiele hat der Drittligist verpasst.

Doch seit Montag dürfen die Spieler wieder trainieren. „Es ist schon schwierig, wenn man nichts machen kann. Man muss sich selber fit halten und bleibt mit den Teamkollegen nur über Social Media in Kontakt“, sagen Kraus und Pleta unisono. So wie immer läuft es aber auch jetzt nicht. Einige Spieler sind noch in Quarantäne. „Wir werden vor dem Spiel am Samstag in München wohl nur zwei Einheiten als Mannschaft haben. Und selbst da werden Spieler fehlen“, blickt Erfurts sportlicher Leiter Florian Gut auf das Duell bei Bayern II voraus.

Gut: „Großer sportlicher Rückschlag“

Die Erkrankten werden vor ihrer Rückkehr ins Training noch eingehend medizinisch untersucht, um ihre Belastung auf Grundlage sportmedizinischer Empfehlungen so genau wie möglich zu steuern. Für Gut steht fest: „Die zwei Wochen ohne Training, nur mit ein bisschen Cardio und Kraft in den eigenen vier Wänden, waren für das Team ein großer sportlicher Rückschlag.“

Für den Liga-„Kaltstart“ am Samstag seien die Erwartungen dementsprechend nicht allzu hoch. „Wir werden vermutlich nur mit acht Spielern antreten können. Aufgrund der zwei Wochen ohne Training und des kleinen Kaders muss man schauen, wie lange die Kräfte reichen“, so Gut. „Andererseits können wir deshalb befreit aufspielen und sind dadurch hoffentlich trotzdem konkurrenzfähig.“ Neben den Fitnesseinheiten sei die Zeit zudem von den Coaches dazu genutzt worden, die Mannschaft mit videobasiertem Taktiktraining auf die nächsten Aufgaben vorzubereiten.

Nach dem Spiel in München müssen die Löwen für ihr nächstes Duell in Gießen erneut eine Verlegung beantragen, weil ihr Headcoach Uvis Helmanis als Co-Trainer zum Länderspieleinsatz für Lettland muss. Sie werden dann also Zeit bis zum 6. Dezember haben, wenn sie Coburg empfangen, um verlorene Kondition und Spielrhythmus im Training zu erarbeiten.

Löwen müssen vier Spiele nachholen

Das ist auch nötig, denn dann warten auf die Erfurter, die vier Spiele nachholen müssen, einige Wochen, in denen sie sowohl unter der Woche als auch am Wochenende werden spielen müssen. „Auch das ist eine ungewohnte Belastung, die uns stark fordern wird“, meint Gut.

Gerade für die beiden „Küken“ im Team, Fidelius Kraus und Dominykas Pleta, wird das einen große Herausforderung. An Motivation dafür wird es sicher nicht mangeln. Schließlich erhielten beide am vergangenen Mittwoch eine Einladung zum U-18-Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft, der vom 20. bis 23. Dezember stattfindet.