Kegelbahn Sollstedt mit finanziellen Problemen

Sollstedt. Ligaspielbetrieb für Vereine aus zwei Orten. Gute Nachwuchsarbeit sichert auch künftig Wettkampfsport ab.

Die zwölfjährige Clara aus Wülfingerode und der achtjährige Lucas aus Kehmstedt gehören zu den besten Nachwuchskeglern des Vereins. Foto: Birgit Eckstein

Die zwölfjährige Clara aus Wülfingerode und der achtjährige Lucas aus Kehmstedt gehören zu den besten Nachwuchskeglern des Vereins. Foto: Birgit Eckstein

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Kegeln ist nicht nur eine der beliebtesten Volkssportarten in Deutschland – es wird auch wettkampfmäßig rege betrieben.

In Sollstedt hat der Kegelbetrieb bereits eine lange Tradition. Schon bei der Gründung des Sportvereins "Aktivist" im Jahr 1949 gab es eine Kegelsparte. Vor 45 Jahren wurde die neue Kegelsportstätte am örtlichen "Flughafen" übergeben. Die Kegler waren zu dieser Zeit sehr erfolgreich im Wettkampfbetrieb unterwegs.

Auch nach der Wende wurde der Kegelsport weiter betrieben. Heute gibt es rund 30 aktive Kegler und zehn Freizeitkegler, die sich teilweise im hohen Alter von bis zu 80 Jahren noch regelmäßig sportlich betätigen.

Im Wettkampfbetrieb schlossen sich die Sollstedter mit einer anderen Kalistadt zusammen: Seit drei Jahren gibt es die Spielgemeinschaft Bleicherode/Sollstedt. Zurzeit spielen sie mit einer Mannschaft in der Landesklasse und einer in der Kreisliga im Eichsfeld. Nachwuchsprobleme kennt die Sportgemeinschaft nicht: Dank der sehr guten Arbeit durch Steffen Paul ist die Zukunft auf der sportlichen Ebene gesichert. Wer Interesse hat, kann jeden Freitag ab 16.30 Uhr zum Training kommen.

Anders sieht es dagegen im finanziellen Bereich aus. Die Rücklagen des Vereins sind fast aufgebraucht. Allein im letzten Jahr stieg das Minus im Spielbetrieb auf 2800 Euro an. Die Betriebskosten der Sportstätte sind enorm und müssen fast allein getragen werden. Auch der Erhalt der vier Bahnen ist sehr kostenintensiv. An der Bahn darf jetzt keine größere Reparatur anfallen, sonst sieht es schlecht aus, betont Manfred Weber, Vorsitzender des Sportvereins.

Zurückgegangen sind auch die Einnahmen des Vereins durch Veranstaltungen. Vor Jahren wurden bedeutend mehr Feierlichkeiten in der Kegelsportstätte durchgeführt, dadurch konnte finanziell einiges abgedeckt werden. Der Raum vor der Kegelbahn bietet Platz für bis zu 48 Personen und kann für Familien- und Betriebsfeiern – mit und ohne Kegelbahnnutzung – genutzt werden.

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