Kellerduell als Neustart für den FC Carl Zeiss Jena

Jena.  Am Sonnabend will der Thüringer Fußball-Drittligist gegen Preußen Münster in die Erfolgsspur kommen und eine Aufholjagd starten

Beim 0:2 im Hinspiel musste Jenas Keeper Jo Coppens Stürmer Julian Günther-Schmidt trösten.

Beim 0:2 im Hinspiel musste Jenas Keeper Jo Coppens Stürmer Julian Günther-Schmidt trösten.

Foto: Thomas Corbus

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Der Trainer nimmt erst einmal Druck raus. „An dem Spielergebnis hängt nicht der Saisonverlauf“, sagt Rico Schmitt vor dem Treffen der Kellerkinder der 3. Fußball-Liga am Samstag im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld. Der abgeschlagene Tabellenletzte FC Carl Zeiss empfängt den ebenfalls abgeschlagenen Vorletzten Münster. Und natürlich wollen die bisher schlechtesten Teams der Liga mit einem positiven Ergebnis aus dem ersten Pflichtspiel im neuen Jahr jeweils eine Aufholjagd starten.

Dass dies maximal nur einem der beiden Traditionsclubs gelingt, ist klar. Und Schmitt will sich das in den vergangenen Wochen Erarbeitete auch im Falle einer unglücklichen Niederlage nicht schlecht reden lassen. Denn geackert haben sie in den 23 Tagen Vorbereitung auf die verbleibenden 18 Begegnungen.

18 Spiele, in denen die Saalestädter neun Punkte Rückstand aufs rettende Ufer wettmachen müssen, um doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. „Wir stehen vor einer großen Herausforderung. Die gehen wir gemeinsam an. Und wir sind sehr positiv, dass das machbar, schaffbar ist“, sagt Schmitt.

Sehr wohltuend habe er es empfunden, dass die Mannschaft auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag mit Applaus begrüßt wurde. „Das ist nicht üblich, wenn du in so einer Tabellensituation steckst.“ Positiv denken lautet die Devise der Thüringer. Das fällt selbst dem Cheftrainer nicht immer leicht. Nach dem 1:5 kurz vor Weihnachten in Ingolstadt habe er ein, zwei Tage gebraucht, um die „fünf Buletten“ zu verdauen. Doch danach habe er das Fest gefeiert, neuen Mut getankt. Und mit Schwung und Elan wurde auch die „kurze, knackige Vorbereitung“ bestritten, die der Chefcoach als „sehr ordentlich“ umschreibt.

Die Defizite aus dem zurückliegenden halben Jahr seien klar angesprochen, im Training an Lösungsansätzen gearbeitet worden.

Und obwohl mit Daniel Stanese erst ein neuer Spieler verpflichtet wurde, die Suche nach Verstärkungen andauert, fühlt es sich beim FC Carl Zeiss doch wie ein Neubeginn an, weil auch zahlreiche Langzeitverletzte rechtzeitig zum Vorbereitungsstart wieder zur Mannschaft gestoßen sind. „Es tut gut, einen Jannis Kübler, Maximilian Rohr oder Eroll Zejnullahu wieder dabei zu haben“, sagt Schmitt. Die Qualität habe zugenommen. Von jenen, die aufgrund des großen Kaders jetzt nicht spielen, erwartet er, dass „sie von hinten schieben“.

Aus seiner Aufstellung macht Schmitt wie immer ein Geheimnis. Bei sieben bis acht Positionen wisse er schon, wer spielt. Auch der zuletzt angeschlagene Ole Käuper ist eine Option. Zugang Stanese, der das Herz an der richtigen Stelle habe, sei ein Kandidat für die Startelf.

Letztlich gehe es darum, gegen Münster die Formation zu finden, „die wir brauchen“. In die Überlegungen fließt sicherlich ein, dass die Preußen sich am Donnerstag noch einmal mit Stürmer Marco Königs (Hansa Rostock) verstärkt haben. Auf den hatte auch der FC Carl Zeiss Jena ein Auge geworfen.

FC Carl Zeiss Jena – Preußen Münster, Samstag, 14 Uhr, Ernst-Abbe-Sportfeld

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