Kreisoberliga: Rositz deklassiert Eurotrink

Lumpzig.  Fußball, Kreisoberliga: Schmölln mit fünf Toren in den letzten 20 Minuten gegen Roschütz. Niederpöllnitz gewinnt Derby

Rüdersdorfs Trainer Karsten Janzon freut sich über den 3:0-Heimerfolg seines Teams gegen Gera-Pforten und die dabei abgelieferte beste Saisonleistung.

Rüdersdorfs Trainer Karsten Janzon freut sich über den 3:0-Heimerfolg seines Teams gegen Gera-Pforten und die dabei abgelieferte beste Saisonleistung.

Foto: Jens Lohse

SV Osterland Lumpzig - SG 1. FC Altenburg 0:1 (0:0)

Ohne sechs Stammkräfte waren die Altenburger in einer kampfbetonten Partie erst einmal aufs Verteidigen aus. Der Köster-Elf gelang es nach zehn problematischen Anfangsminuten, das Spiel vom eigenen Tor fernzuhalten. Lumpzig zeigte sich in der Offensive ziemlich einfallslos. 20 Minuten vor Schluss schlugen die Gäste eiskalt zu. Nach einem Ballgewinn auf der Außenbahn flankte Schuster nach innen, wo Soldera per Kopf erfolgreich war - 0:1 (70.). In den letzten zehn Minuten warfen die Hausherren alles nach vorn, kamen aber nur zu zwei Halbchancen. Durch den zweiten Sieg binnen acht Tagen festigten die Altenburger ihren siebenten Tabellenplatz.

Kraftsdorfer SV 03 - FSV Meuselwitz 1:1 (1:1)

Gegen den Tabellendritten aus Meuselwitz hatten sich die Kraftsdorfer viel vorgenommen. Nach drei Minuten lief man allerdings bereits einem Rückstand hinterher. Nach Ullrichs Foul im Strafraum verwandelte Butowski den fälligen Elfmeter sicher (3.). Die Erlbachtaler kämpften sich zurück in die Partie, konnten aus ihren Standards aber kein Kapital schlagen. Erst nach einer halben Stunde war Häselbarth nach einem zu kurz abgeköpften Freistoß zur Stelle und traf nach Vorarbeit von Bachmann mit der Pieke ins kurze Eck - 1:1 (36.). Nach Wiederbeginn hätten beide Teams das Spiel für sich entscheiden können. Mehrfach parierte KSV-Keeper Eulitz glänzend. Nach Gelb-Rot für Kraftsdorfs Schindelar (75.) hätte Ullrich die Kraftsdorfer trotzdem zum Dreier schießen können, scheiterte fünf Minuten vor Abpfiff aber zu überhastet freistehend am Meuselwitzer Keeper Sischka. Der Punktgewinn macht der Steinert-Elf Mut für die Rückrunde.

SV 1924 Münchenbernsdorf - SV Blau-Weiß Niederpöllnitz 0:3 (0:1)

Vor 150 Zuschauern in Münchenbernsdorf tat sich der Spitzenreiter zunächst schwer. Erst Schmeißers Pfostenschuss (25.) ließ die Gäste in der Folge etwas engagierter agieren. Kurz darauf gingen die Niederpöllnitzer in Führung. Konnte Keeper Kampe zunächst noch gegen Menzel parieren, erzielte Peters im Nachsetzen das 0:1 (36.). Nach Wiederbeginn erhöhten die Blau-Weißen. Eine Flanke von Lukas Müller köpfte Menzel mit seinem 16. Saisontor zum 0:2 ein (51.). Während Münchenbernsdorf gegen den sich kein Bein ausreißenden Tabellenführer kaum einmal zum Abschluss kam, legten die Gäste kurz vor Schluss noch das 0:3 nach. Dannhauers Schuss hatte Kampe schon sicher, ehe sich der Schlussmann den Ball selbst ins eigene Netz bugsierte (90.).

SV Blau-Weiß 90 Greiz - SV Elstertal Bad Köstritz 1:2 (1:2)

Ihre personellen Probleme steckten die Köstritzer auch diesmal weg und landeten den zweiten Auswärtsdreier in Folge, nachdem die Böttcher-Elf zuvor schon in Rüdersdorf gewonnen hatte. Der angeschlagene Halavac hatte die Bierstädter in Führung geschossen (6.), bevor Himmer per direkt verwandeltem Freistoß und seinem 18. Saisontor das 1:1 erzielte (26.). Noch vor der Pause jubelten die toll kämpfenden Gäste auf dem schlechtesten Kreisoberliga-Platz erneut. Wieder war Halavac trotz Trainingsrückstands zur Stelle - 1:2 (40.). Nach Wiederbeginn gerieten die Köstritzer kaum noch einmal ernsthaft in Not. Die Greizer Blau-Weißen agierten zu harmlos in der Offensive. In der Nachspielzeit sah Gastgeber-Angreifer Lott noch Rot (90.+4).

TSV 1880 Rüdersdorf - SG Gera-Pforten 3:0 (1:0)

Mit ihrer besten Saisonleistung bezwangen die Rüdersdorfer den Kontrahenten aus Gera-Pforten mit 3:0. „Das war die passende Antwort auf die Vorwochenniederlage gegen Köstritz“, meinte TSV-Trainer Janzon zufrieden nach Spielende. Die Anfangsphase gehörte den Gästen, doch Torwart Wolf bewahrte seine Mannschaft mit zwei starken Paraden vor einem Rückstand. In der Folge wurde Rüdersdorf besser. Nach einem schönen Zuspiel erzielte Malinka von der Strafraumgrenze das 1:0 (27.). Bottner (57.) und Beuchel (73.) erhöhten nach Wiederbeginn auf 3:0. Die Pfortener hielten gut dagegen. Doch insgeheim waren die Hausherren immer einen Schritt schneller. Mit dem versöhnlichen Hinrundenabschluss zogen die Gastgeber in der Tabelle an der Brümmer-Elf vorbei.

SV Schmölln 1913 - SV Roschütz 5:1 (0:0)

Als Roschütz Mitte der ersten Hälfte durch Szuppa in Führung ging (66.), schien die Schmöllner Siegesserie zu reißen. Doch die Knopfstädter rappelten sich auf und spielten sich in den letzten 20 Minuten auf dem heimischen Kunstrasen förmlich in einen Rausch. Ein Doppelschlag mit Treffern von Rüger (73.) und Neumaier (75.) wendete das Blatt. Die Hausherren wollten nachlegen, was eindrucksvoll gelang. Rüger (80.) und May (82.) sorgten mit dem nächsten Doppelschlag dafür, dass Schmölln auf 4:1 enteilte. Die Moral der Geraer war damit am Boden. Oehler setzte mit seinem verwandelten Elfmeter den 5:1-Schlusspunkt (86.). Mit dem zehnten Sieg in Folge bleiben die Schmöllner schärfster Verfolger von Tabellenführer Niederpöllnitz.

BSG Wismut Gera II - FSV Gößnitz 1:2 (1:1)

Die erste Halbzeit gehörte der Wismut-Reserve, die nach einem Foul an Alsaneea im Strafraum durch Köhlers verwandelten Elfmeter auch das 1:0 markierte (21.). Doch versäumten es die Orange-Schwarzen, scharf nachzuwaschen. Das sollte sich rächen. Nach einem schönen Konter nutzte Korb die Eingabe auf den zweiten Pfosten in den Ball rutschend zum 1:1-Ausgleich (42.), Nach Wiederbeginn war von den Orange-Schwarzen nicht mehr viel zu sehen. Gößnitz ergriff die Initiative. Die Gäste-Führung schien nur eine Frage der Zeit. Vor allem nach Eckbällen brannte es immer wieder lichterloh im Wismut-Strafraum. Dabelstein, Wagner und Korb scheiterten am starken Geraer Torwart Hahn, der dennoch einmal hinter sich greifen musste. Daute schloss einen Konter mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze an den Innenpfosten ab, der von dort seinen Weg ins Netz fand - 1:2 (75.). Fast wäre Alsaneea noch der Ausgleich gelungen, doch fand der Wismut-Torjäger aus Nahdistanz in FSV-Schlussmann Fichte seinen Meister (80.).

SV Rositz - SG Eurotrink 7:1 (5:0)

Eine ziemlich derbe Niederlage kassierten die Eurotrink-Kicker in Rositz. Die Gäste hatten ihre Innenverteidigung nach den Ausfällen von Robin Fleischer und Schramm komplett umstellen müssen, was komplett in die Hose ging. Während den Rositzern fast alles gelang, unterliefen den Geraern zahllose Fehler, die der Gastgeber eiskalt bestrafte. So stand es schon nach 28 Minuten 5:0. Nach Haimerls Führungstor (7.) steuerte Schulz einen lupenreinen Hattrick bei (8., 17., 24.). Kummer erhöhte per verwandeltem Elfmeter auf 5:0 (28.). Nach Wiederbeginn änderte sich am Bild nichts. Schulz (47.) und Brumme (55.) trafen zum 7:0, so dass man um die Gäste fürchten musste. Jozwiak gelang zumindest der Eurotrink-Ehrentreffer zum 7:1-Endstand (79.).

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