Krieghoffs „Urlaubsstress“ in den Schweizer Bergen

Bad Langensalza.  Marcel Krieghoff nimmt unvorhergesehen am „Jungfrau-Marathon Supporter Run“ in der Alpenrepublik teil.

Marcel Krieghoff nimmt unvorhergesehen am „Jungfrau-Marathon Supporter Run“ in der Alpenrepublik teil

Marcel Krieghoff nimmt unvorhergesehen am „Jungfrau-Marathon Supporter Run“ in der Alpenrepublik teil

Foto: Luise Krieghoff

Ein wahrer Sportler legt die Füße auch im Urlaub nicht hoch – ein Spitzenläufer wie Marcel Krieghoff aus Bad Langensalza schon gar nicht.

So ging Krieghoff, der seine Saison nach dem Zehn-Kilometer-Sieg beim Dingelstädter Herbstlauf schon beendet hatte, während seiner freien Tage spontan in der Schweiz beim „Jungfrau-Marathon Supporter Run“ erfolgreich an den Start. Im Kampf mit der Schweizer Elite machte der Deutsche Berglauf-Nationalläufer auch ohne Vorbereitung eine gute Figur, erreichte nach gut neun Kilometern, 1300 Höhenmetern und 534 verbrannten Kalorien nach 56:10 Minuten als Siebter das Ziel.

„Das lief ganz gut für den ersten Berglauf in diesem Jahr“, sagte der Ausdauerathlet. Wie er das Rennen von Lauterbrunnen an den Fuß des Dreigestirns „Eiger, Mönch und Jungfrau“ hinauf auf die „Kleine Scheidegg“ empfand? „Die Strecke war knallhart, steil war´s“. Bei den Anstiegen habe er gemerkt, dass ein bisschen „die Härte gefehlt hat. Ich habe nichts Spezifisches dafür gemacht. Aber geil war es trotzdem.“

Geplant war die Teilnahme in der Schweiz nicht. Zwar hatte er seine Laufschuhe mit im Gepäck, aber nur, um mit seiner Frau Luise die eine oder andere lockere Einheit zu absolvieren. Dann entdeckte er die Veranstaltung, bei der die Athleten für einen guten Zweck ihre Kilometer abspulen – der Erlös kommt den Helfern des Jungfrau-Marathons zugute – im Internet und entschied sich spontan für den Start. „Das hat sich prima angeboten, das Wetter war super“, erklärte er. So wurde aus entspannten Tagen „ein richtig schöner Aktivurlaub“.

Auf die moralische Unterstützung seiner besseren Hälfte konnte sich der Ausdauersportler wie gewohnt verlassen: Luise, selbst Läuferin, empfing ihren Mann im Ziel. Der war nach einer knappen Stunde stolz auf das Erreichte. Kraft genug, um im Ziel beide Daumen in die Höhe zu recken, hatte Marcel Krieghoff auch noch.