Längster Lauf im Freistaat erlebt elfte Auflage

Fröttstädt  Organisatoren vom Laufffeuer Fröttstädt erwarten zum Thüringen-Ultra über 100 Kilometer am Samstag mehr als 200 Einzelstarter und etliche Staffeln

Martin Armenat gewann den Thüringen-Ultra über 100 Kilometer 2015. Im vergangenen Jahr wurde der 36-Jährige Zweiter. Am kommenden Samstag bestreitet der in Ohrdruf wohnhafte Krankenpfleger seinen siebten Start in Fröttstädt.

Martin Armenat gewann den Thüringen-Ultra über 100 Kilometer 2015. Im vergangenen Jahr wurde der 36-Jährige Zweiter. Am kommenden Samstag bestreitet der in Ohrdruf wohnhafte Krankenpfleger seinen siebten Start in Fröttstädt.

Foto: Sascha Fromm

Es ist wohl einer der härtesten Läufe überhaupt: Der Thüringen-Ultra. Am kommenden Samstag erlebt der 100-Kilometer Marathon über 2150 Höhenmeter – und damit längster Lauf im Freistaat – seine nunmehr elfte Auflage. Pünktlich um vier Uhr morgens werden voraussichtlich wieder über 200 Teilnehmer in Fröttstädt auf die 100,20 Kilometer lange Strecke starten. Um 5 Uhr folgt der Start der Zweier- und Viererstaffeln.

219 Einzelstarter haben bisher gemeldet

Gemeldet haben aktuell 219 Einzel-Starter. Darunter auch der Sieger von 2015 und Vorjahreszweite Martin Armenat sowie Titelverteidiger Sven Herder (SG Dynamo Dresden). Für Armenat ist es bereits der siebte Start bei Thüringens teilnehmerstärkstem Langstreckenlauf – jedes Mal lief der frühere Fußballer, der für den EFC Ruhla, Rot-Weiß Erfurt und den FSV Waltershausen kickte, im vorderen Feld mit. Startete der in Ohrdruf wohnhafte 36-Jährige in den vergangenen Jahren noch in den Farben des Friedrichrodaer Triathlonvereins, ist Armentat nun Mitglied beim Ausrichter-Verein SV Lauffeuer Fröttstädt.

Auch wenn der 36-Jährige zweifelsohne zu den Favoriten auf der 100-km-Distanz gehört – überbewertet haben will er das nicht. „Denn immerhin war Sven Herder auch beim Rennsteig-Lauf auf der Super-Marathon-Distanz eine Halbestunde schneller als ich“, sagt Armenat, der als Krankenpfleger in Friedrichroda arbeitet. Und überhaupt wisse man ja vorher nie, ob nicht noch irgendwelche Hochkaräter nachmelden. Nachmeldungen sind für alle Spätentschlossenen noch am Lauftag bis kurz vor dem Start möglich. Zudem ist das Teilnehmerfeld ist jedes Jahr international besetzt. „Ich habe mir vorgenommen, gut durchzukommen und eine anständige Zeit zu erzielen. Wenn das klappt, bin ich zufrieden“, so Armenat. Zwar sei der Thüringen-Ultra definitiv ein Highlight in seinem Laufkalender, „mein Fokus liegt in diesem Jahr aber auf der deutschen Meisterschaft im 24-Stunden-Lauf, die im Herbst in Gotha auf dem Plan steht“, so Armenat.

Mit in Fröttstädt dabei wird auch wieder der Mühlhäuser Patrick Otto sein, der den Lauf zum Sammeln von Spenden für das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz nutzt.

In die Meldeliste haben sich zudem aktuell elf Zweier- und 17 Viererstaffeln eingetragen. Bei den Vierer-Teams wird beispielsweise eine Staffel ehemaliger Ringer der ZSG Waltershausen um Mario Schönknecht mitmischen. Und auch Lauf-Mitorganisator Horst Reinhard bildet unter anderem mit dem Siebleber Mario Hasenstein sowie Lauffeuer-Mitglied Ronald Noack eine Viererstaffel. Nachmelden wollen am Samstag auch noch die Friedrichrodaer Triathleten Rick Korsawi und Anette Lehmann, die gute Chancen auf den Titel bei den Mix-Staffeln haben.

Auf der Strecke werden wieder zahlreiche Helfer vieler ortsansässiger Vereine für die Verpflegung der Läufer sorgen. An insgesamt 18 Punkten können sich die Sportler auf der 100-km-Strecke mit Getränken, Obst und Süßigkeiten stärken.

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