Laufserie mit Marcel Krieghoff: „Auch Pizza ist mal erlaubt“

Eichsfeld/Unstrut-Hainich-Kreis.  Im dritten Teil unserer Laufserie widmet sich Top-Athlet Marcel Krieghoff dem Thema Ernährung und hat gesunde (und schmackhafte) Tipps parat.

Gönnt sich auch mal eine Müllermilch und eine Wurstsemmel vor dem Start: Topläufer Marcel Krieghoff.

Gönnt sich auch mal eine Müllermilch und eine Wurstsemmel vor dem Start: Topläufer Marcel Krieghoff.

Foto: Luise Krieghoff

Der richtige und auf einen persönlich abgestimmte Trainingsplan, der Quantität und Intensität steuert? Wichtig. Die passende Ausrüstung, um bei jeder Jahreszeit sowohl im Freien als auch in der Halle perfekt vorbereitet zu sein und ideal ausgestattet optimalerweise den nächsten Leistungssprung zu machen? Unabdingbar.

Auch mal den inneren Schweinehund überwinden, um sich nach der dann doch durchgezogenen Einheit um so besser zu fühlen? Ungeheuer befriedigend. Doch was neben all diesen Aspekten ebenfalls eine sehr wichtige Rolle spielt, ist die passende Ernährung.

Marcel Krieghoff gibt Tipps zum Thema Ernährung
Marcel Krieghoff gibt Tipps zum Thema Ernährung

„Esst alles in Maßen, was euch glücklich macht“

Nur wer seinem Körper vor, während und nach dem Training die die notwendigen Nährstoffe zuführt, ist auch in der Lage, kontinuierlich und hochwertig an seiner Form und Fitness zu arbeiten. „Das heißt nicht, dass man jede Mahlzeit genau abwiegen und ständig seine Kalorien zählen muss. Es geht ja nicht um den Hochleistungsbereich“, erklärt Marcel Krieghoff. Allerdings hindert auch den Hobbyläufer eine schlechte Ernährung daran, erfolgreich zu sein. Und das kann schnell zu Frust führen. Und deshalb rät Profiläufer Krieghoff auch zu „viel Obst und Gemüse“ sowie zu gesunden Fetten, wie sie beispielsweise in Walnüssen, Avocados, Eiern oder Fisch zu finden sind.

Grundsätzlich gilt: „Esst alles in Maßen, was euch glücklich macht“, rät Krieghoff: „Natürlich ist nach dem Training auch mal eine Pizza auf der Couch erlaubt oder mal Fast Food oder etwas Süßes. Man verbrennt durch regelmäßiges Training ja auch einiges. Man sollte jedoch darauf achten, dass das nicht jeden Tag passiert.“

Wichtig: Auf den Flüssigkeitshaushalt achten

Was man vor dem Wettkampf ist, ist individuell verschieden. Eine Banane oder Haferflocken zum Frühstück sind natürlich besser als ein Nutella-Brot, aber auch hier gilt: Man muss den richtigen Weg für sich finden.„Bei mir gibt es vor dem Rennen oft noch eine Müllermilch und dazu eine Wurstsemmel. Das stimmt wirklich“, sagt Krieghoff und lacht.

Sehr wichtig ist, auf den Flüssigkeitshaushalt zu achten. Speziell bei großen Distanzen wie beispielsweise einem Halbmarathon rät Krieghoff dazu, sich regelmäßig an den Verpflegungsstationen zu bedienen und zu trinken, um nicht zu dehydrieren. Im Training sollte bei langen Einheiten daran gedacht werden, selber eine Trinkflasche, Obst oder Energieriegel mitzuführen. Gesunde Ernährung sei nicht nur gut für die Leistungsfähigkeit, sondern mache auch Spaß, betont Krieghoff: „Es ist doch toll, nach einer anstrengenden Einheit noch gemeinsam mit der Trainingsgruppe oder dem Partner zusammen etwas zuzubereiten und zu kochen. Das fördert auch das Miteinander.“

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