Lauftipps: Treppentraining fördert Kondition, Kraft und Koordination

Eichsfeld/Unstrut-Hainich-Kreis.  Im vierten Teil unser Laufserie beschäftigt sich Thüringens Top-Läufer Marcel Krieghoff mit dem Thema Treppentraining.

Treppentraining fördert Kondition, Kraft und Koordination

Krieghoffs kleines Lauf-Abc (4) Eine Serie mit Tipps des Thüringer Top-Läufers Marcel Krieghoff. Beim Meistern der Stufen ist Kreativität gefragt

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Fahrstuhl oder Treppe? Diese Frage stellt sich vielen Menschen täglich auf dem Weg in die eigene Wohnung. Dass das Meistern der Stufen auch im Alltag einen positiven Effekt auf die eigene Fitness hat, ist klar. Wenn da nur der innere Schweinehund nicht wäre...

Treppenstufen lassen sich sowohl für Anfänger als auch für bereits fortgeschrittene Läufer bestens in das Training mit einbauen. „So fördert man die laufspezifische Ausdauer. Der Stoffwechsel wird angeregt, Atmung und Kreislauf werden trainiert“, erklärt Top-Athlet Marcel Krieghoff, der als Mitglied der Berglauf-Nationalmannschaft schon einige Stufen und Höhenmeter gemeistert hat.

Beugt Verletzungen vor und schult die Koordination

Das Üben an der Treppe beugt durch seinen intensiven Ansatz zudem präventiv möglichen Blessuren vor und schult auch die Koordination. „Außerdem wird dadurch auch der Fußabdruck kraftvoller, der Kniehub, also das betonte Anheben der Knie während des Laufens, zusätzlich unterstützt. Auch das wirkt verletzungsvorbeugend“, erklärt Krieghoff.

Das Gute am Treppentraining ist zudem, dass es nahezu überall an der frischen Luft möglich ist. „In der Stadt, im Wald oder im Stadion – man muss nur die Augen offen halten“, empfiehlt der 36-Jährige.

Allerdings sollte man bei der Wahl der Stufen genau hinschauen. „Sie sollten ausreichend breit sein, um sowohl gut nach oben als auch nach unten zu kommen“, betont Krieghoff. Zu schmale oder unebene Stufen können im schlimmsten Fall zum Abrutschen und in der Folge zu Stürzen mit Verletzungen führen.

Trainingsmöglichkeiten sind vielfältig

Die Trainingsmöglichkeiten an der Treppe sind vielfältig. „Man kann beispielsweise eine Einheit in den Dauerlauf mit einbinden, aber natürlich auch ein eigenes Training daraus machen“, erläutert der Topathlet.

Denkbare Varianten, um sich an den Stufen in Form zu bringen, gibt es viele. So kann man beispielsweise – je nach Trainingszustand und Grad der Intensität – beliebig viele Stufen im Dauerlauf meistern. Um kleine Sprünge mit einzubinden und so die Ausdauer noch etwas mehr zu fördern, kann man auch zwei Stufen auf einmal nehmen.

Auch Oberkörperkraft kann verbessert werden

Sprünge, beispielsweise auf einem Bein – hier kann man jeweils nur eins nehmen oder abwechseln – oder seitliche Sprünge helfen dabei, das Körpergefühl und die Koordination zu verbessern. Die Oberkörperkraft kann man durch Liegestütze auf einer Stufe trainieren. „Seid selber kreativ und denkt euch Übungen aus, das macht viel Spaß“, empfiehlt Krieghoff.

Dann stellt sich beim nächsten Mal auch schon bald nicht mehr Frage, ob man zu Hause den Fahrstuhl oder die Treppe nehmen soll.

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