„Legend of Cross“ in Mühlberg: Spaß im Schlamm

Mühlberg  Rund 2000 Crossläufer gingen bei der sechsten Auflage des „Legend of Cross“ in Mühlberg an den Start und hatten Spaß mit den Strapazen.

Oben abgesperrt: Wer vorwärtskommen will, muss kriechend geradewegs durch den Schlamm.

Oben abgesperrt: Wer vorwärtskommen will, muss kriechend geradewegs durch den Schlamm.

Foto: Sascha Fromm

Es war kein leeres Versprechen: „Niemand wird sauber ins Ziel kommen“, hatte Nils Schumann gesagt. Als er, der Organisator des „Legend of Cross“ in Mühlberg, gemeinsam mit seinem zehnjährigen Sohn Andor erfolgreich die Sprintdistanz absolviert hatte, waren die Besten schon lange geduscht.

Die Siege holten im 10-km-Sprint Susanne Salzmann (Erfurt) und Charles Franzke (Rudolstadt), im 17-km-Expert-Rennen Julia Skala (Hof) und Hagen Brosius (Ingolstadt) sowie bei den 27-km-Berserkern Bianca Josten (Eisenach) und Marcel Krieghoff (Bad Langensalza).

Rund 2000 Teilnehmer schindeten sich bei der sechsten Auflage des Crosslaufes, der so viele Starter und Zuschauer wie noch nie angezogen hatte. Das Publikum versammelte sich vor allem kurz vor dem Ziel, wo den Läufern mit vier Schlammgruben und einem Kriech-Parcours noch mal alles abverlangt wurde. Zumal die Feuerwehrmänner als Zugabe ihre Wasserschläuche ausdauernd einsetzten.

Besonders die Berserker hatten Gigantisches geleistet – 30 Hindernisse und über 900 Höhenmeter auf den 27 Kilometern gemeistert. Dass die meisten dennoch irgendwann lächelten, lag am sichtbaren Ende der Tortur. Und wohl daran, dass das Gemeinschaftsgefühl ein außergewöhnliches war und der Wettkampf auch Spaß gemacht hatte.

Denn Schumann hielt noch ein weiteres Versprechen: Die Hindernisse waren im Vergleich zu anderen Rennen dieser Art zwar auch herausfordernd, aber nicht angsteinflößend. „Ich will ja, dass die Leute wiederkommen.“ Im Ziel wurde der 40-Jährige von Sieger Hagen Brosius begrüßt. Und auch der Olympiasieger fühlte sich mit triefender Kleidung in dem Moment als Gewinner. „Harte Arbeit“, waren seine ersten Worte. Es könnte doppeldeutig gemeint sein: mit Blick auf die umfangreiche Organisation und das hinter ihm liegende Wegstück.