Martinrodaer Testspielniederlage nach zwischenzeitlicher Führung

Martinroda.  Gegen die U 19 des Halleschen FC verliert der Fußball-Oberligist aus Martinroda mit 1:2 (1:2). Ehrentreffer durch Brömel.

Marlon Brömel (links, im Training beim FSV Martinroda) erzielte den Treffer für die Heimmannschaft.

Marlon Brömel (links, im Training beim FSV Martinroda) erzielte den Treffer für die Heimmannschaft.

Foto: René Röder

Zwei „dumme“ Gegentore führten im Testspiel des FSV Martinroda gegen die U 19 des Halleschen FC zu einer Niederlage.

Neu-Trainer Heiko Nowak gab seiner Mannschaft für dieses Spiel mit auf dem Weg: „Das von den Gästen zu erwartende Tempo mitgehen und versuchen, daraus Spielkontrolle zu erlangen“. Als Aufgabe stellte sich der Trainer zudem, allen Spielern, die er unter Wettkampfbedingungen noch nicht sehen konnte, Spielpraxis zu geben. Mit Startelf-Debüt schickte er mit Brömel, Suliman, Irwin und Wiegel gleich vier Akteure auf das Feld. Andris und Six mit privaten Verpflichtungen, Konjevic, Nicolai, Müller und neu auch Hertel fehlten verletzungsbedingt. Irwin nach langer Pause endlich spielbereit und Rieß wieder genesen, fanden mit respektabler Leistung ins Team.

Der gastgebende FSV wusste dem mit erhöhter Lauf- und Einsatzbereitschaft ganz ordentlich entgegenzutreten. Suliman war bei einigen Möglichkeiten mittendrin, verpasste aber den Treffer. Kurz vor der Halbzeit zögerte er zu lange, als sich die linke Torecke für einen kurzen Moment weit auftat. Beide Mannschaften hatten bis dahin bereits getroffen und weitere Möglichkeiten. Zunächst traf Brömel, der bei einer Flanke von Suliman einlief und das Leder ins lange Eck bugsierte. Bei den beiden Gegentoren, die mit Konsequenz hätten vermieden werden können, war der Gastgeber einfach zu unaufmerksam.

Ärgerlich, denn bis dahin konnte man eine Martinrodaer Mannschaft sehen, die nicht nur das Tempo mitgehen konnte, sondern auch, je länger das Spiel dauerte, durchdachte Aktionen zeigte. Die abgesprochenen Wechsel vor der Halbzeit und dann zur Pause – darunter Testspieler Abdul-Azis Abeli – brachten Trainer Nowak dennoch eine ganze Menge Erkenntnisse.

Wenn Abläufe besser passen, die Idee des Mitspielers erkannt und die sich bietenden Möglichkeiten genutzt werden, hätte man die Niederlage wohl verhindert. Auch wenn das Ergebnis nicht stimmte, der Einsatz und das Ziel letztlich für dieses Spiel sollte erreicht worden sein.

Beide Teams praktizierten in der zweiten Hälfte sehr gutes Pressing. Der Ball lief jeweils bis zu den gegnerischen Strafräumen flüssig. Manko war der finale Pass, weil Räume hüben wie drüben nicht geboten waren. Rieß (70.) und Abeli nach Vorarbeit vom sehr lauffreudigem Al Saeed verzogen ihre Schüsse aus jeweils 14 Metern knapp.

Abeli, in Jena aktuell nicht unter Vertrag genommen, sucht eine Herausforderung die er vielleicht in Martinroda finden und umsetzen kann. Für den FSV Martinroda geht es nächste Woche an gleicher Stelle gegen die Reserve des Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena.