Erfurter gehen auf Medaillenjagd an der Mecklenburgischen Seenplatte

Erfurt.  Ambitioniert reisen die Erfurter Leichtathleten zu den deutschen U20-Hallenmeisterschaften an diesem Wochenende in Neubrandenburg.

Gemeinsam stark: Kevin Stadler (vorn) und Tobias Rex wollen auch ohne den fehlenden Sebastian Keiner bei der DM über 3x1000 Meter vorn mitmischen.

Gemeinsam stark: Kevin Stadler (vorn) und Tobias Rex wollen auch ohne den fehlenden Sebastian Keiner bei der DM über 3x1000 Meter vorn mitmischen.

Foto: Sascha Fromm

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Für den Leichtathletik-Nachwuchs steht am Wochenende der erste nationale Höhepunkt an: In Neubrandenburg werden die neuen deutschen Meister in den Altersklassen U20 sowie im Winterwurf der Altersklassen U20/U18 gesucht. Zudem wird der erste Aktiventitel in den Langstaffeln (3x1000 m) vergeben. Einige Erfurter sind mit guten Erfolgsaussichten am Start.

Gute Alternativen für Sebastian Keiner

Vorn mitmischen will die Langstaffel der Startgemeinschaft LAC Erfurt Top-Team. Allerdings ohne Mittelstreckler Sebastian Keiner. „Sein Ausfall ist schon eine starke Hypothek. Wir werden in dieser Woche den Feinschliff trainieren, dann die Aufstellung festlegen und am Sonntag um einen Podestplatz kämpfen“, blickt Enrico Aßmus, TLV-Blocktrainer Lauf/Gehen, voraus. Mit den Hindernisläufern Tim Stegemann und Martin Grau sowie Mittelstrecklern Kevin Stadler und Tobias Rex hat er gute Alternativen.

Ihr letztes U18-Jahr krönte Lea Katzmarski (Erfurter LAC) bei der Jugend-DM in Ulm mit zwei Medaillen. In Neubrandenburg ist die 18-Jährige über 60 und 200 m gemeldet. Angesichts der stark besetzten Felder wird der Finaleinzug über beide Strecken eine echte Herausforderung, wenn sie ihre bisherigen Bestzeiten von 7,61 und 24,78 Sekunden toppt, indes nicht unmöglich.

Zwei Medaillenhoffnungen sind Tobias Rex und Lena Posniak (beide LAC Erfurt Top-Team) über 800 m. Als Jahresschnellster geht Rex ins Rennen. „Er befindet sich in einer guten Verfassung und wird auch ganz vorn mitmischen. Das Ziel ist es, über ein taktisch kluges Verhalten, es der Konkurrenz sehr schwer zu machen“, meint Aßmus, der auch Posniak ganz vorn auf dem Zettel hat. Nach Bronze (2018) und Silber (2019) wäre Gold ein schöner Abschluss ihrer letzten Hallensaison im U20-Jahr. „Sie hat eine top Trainingsform, ihr körperliches Gesamtpaket ist sehr stabil.“

Gute Chancen für Erfurter Geher

Aussichtsreich starten die Erfurter Geher. Moritz Schmidt (ELAC) hat über 5000 m bei nur vier Startern gute Medaillenchancen. In der weiblichen U20-Konkurrenz über 3000 m kämpfen zwölf Athletinnen um Medaillen und Bestzeiten, vier davon aus Erfurt: Ada Junghannß, Cheyenne Schmidt (beide ELAC) sowie die Zwillingsschwestern Sina und Lena Riedel (ASV Erfurt). „Das Training läuft für beide in Potsdam gut“, sagt Trainer Richard Debuch, der Lena gute Chancen auf eine Platzierung zwischen drei und sechs zutraut.

Im Weitsprung geht es für Franz Bergmann (ASV Erfurt) und Marie Herre (ELAC) um den Einzug in die Top 8.

Im Winterwurf startet Jannis Hoidn (ASV Erfurt), der sich mit dem Hammer qualifiziert hat und den Endkampf erreichen will. Marie Herre wird neben dem Weitsprung mit dem Speer in der U18 auf Weitenjagd gehen.

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