Mitglieder von Budokan Heiligenstadt bleiben Verein erhalten

Heiligenstadt.  Für die Judokämpfer des KSV Budokan Heiligenstadt ist derzeit kein Hallentraining möglich. Diese bleiben jedoch trotzdem am Ball.

Vereinsduell beim eigenen Turnier im Sommer 2019: Ilja Buschnikow (l.) im Kampf gegen Patrice Späthe.

Vereinsduell beim eigenen Turnier im Sommer 2019: Ilja Buschnikow (l.) im Kampf gegen Patrice Späthe.

Foto: UWE PETZL

René Seifert ist schon seit rund 37 Jahren als Aktiver und Trainer im Judobereich aktiv, doch das Jahr 2020 war auch für René Seifert, Vereinsvorsitzender des KSV Budokan Heiligenstadt, und den ganzen Klub ein ganz spezielles. Die Corona-Epidemie sorgte und sorgt dafür, dass die 70 Mitglieder gar nicht oder nur eingeschränkt trainieren konnten und können.

Aktuell ist Übungseinheiten in der Halle nicht zu denken. Zwar haben Seifert, der die zweite Stufe des schwarzen Gürtels trägt, und seine Trainerkollegen den Kindern und Jugendlichen Fitness-Übungen für zu Hause mit auf den Weg gegeben. „Aber das Judo-Spezifische, das technische Training, das fehlt natürlich“, sagt Seifert, dessen Tochter Jasmin in der Bundesliga kämpft und ebenfalls als Coach beim KSV Budokan tätig ist.

Viel Geld für Desinfektionsmittel ausgegeben

Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr konnten die bereits älteren Jugendlichen im Sommer zumindest in kleinen Gruppen und unter Einhaltung strenger Hygiene- und Sicherheitsvorschriften wieder üben, auch gemeinsam im Freien. Nach der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs achtete der Verein genau auf alle erforderliche Maßnahmen, um kein Risiko einzugehen.

„Wir haben viel Geld für Desinfektionsmittel ausgegeben, haben alle Matten vor und nach jedem Training desinfiziert. Die Kinder sind schon umgezogen gekommen, die Eltern mussten draußen warten. Man musste sich vorher anmelden, und geübt wurde, wenn möglich, immer mit demselben Partner. Das war für einen kleinen Verein, wie wir es sind, gar nicht so einfach“, erklärt Seifert.

Nur für drei Monate Beiträge eingezogen

Als der Trainings- und Wettkampfbetrieb erneut ausgesetzt werden musste, entschieden die Vereinsverantwortlichen, für das Kalenderjahr 2020 nur für drei Monate Beiträge einzuziehen. Kleiner Lichtblick in dieser aktuell unerfreulichen Zeit: Kein Mitglied meldetet sich ab. „Dafür bedanken wir uns sehr, auch bei den Eltern“, lobt Seifert.

Besonders bitter: Auch das große eigene Pokalturnier, das im Sommer hätte stattfinden sollen und für das rund 300 Starter erwartet worden waren, musste Corona zum Opfer fallen. „Die Medaillen waren schon bestellt“, seufzt Seifert, der jedoch optimistisch nach vorne schaut: „Im nächsten Jahr greifen wir wieder an.“ Dass es im Januar bereits weitergehen kann, glaubt der 49-Jährige zwar nicht, hofft aber auf das Frühjahr.