Fußball-Kreisoberliga

Mosbach krönt famose Hinrunde

Mosbach.  Spitzenreiter trumpft im Gipfeltreffen auf und macht mit 3:1-Heimsieg über Siebleben die Herbstmeisterschaft klar.

Jubelnd dreht Doppeltorschütze Maximilian Hirschel nach dem 2:0 ab. Die Sieblebener Elias Herr, Christian Schreiber und Keeper Daniel Heidrich (von links) schauen nur verdutzt hinterher.

Jubelnd dreht Doppeltorschütze Maximilian Hirschel nach dem 2:0 ab. Die Sieblebener Elias Herr, Christian Schreiber und Keeper Daniel Heidrich (von links) schauen nur verdutzt hinterher.

Foto: Mike El Antaki

Das wird eine schöne Adventszeit für den Mosbacher SV: Der Kreisoberliga-Spitzenreiter wehrte mit einer in allen Mannschaftsteilen imponierenden Darbietung im Gipfeltreffen den Angriff von Verfolger Siebleben ab und krönte seine fast tadellose Hinrunde mit dem Herbstmeistertitel. Mann des Spiels war Maximilian Hirschel, der zweimal traf und das dritte Tor vorbereitete. Als der 25-Jährige nach 81 Minuten vom Platz ging, spendeten die Fans Beifall, während Trainer Silko Fischer für den Matchwinner den Hut, genauer gesagt seine Mütze zog und sagte. „Er hat ein ganz starkes Spiel gezeigt.“

Auf dem von Raureif überzogenen Platz entwickelte sich vor 145 Zuschauern eine temporeiche und intensive Partie, der zunächst aber die prickelnden Torraumszenen fehlten. Warm ums Herz wurde den frierenden Mosbacher Anhängern dann in der 20. Minute, als ein Gast den Ball nach hinten, genau in den Laufweg von Hirschel spitzelte. Der sagte eiskalt Dankeschön. „Das kann doch nicht wahr sein. Ein Tor völlig aus dem Nichts“, schüttelte Gäste-Coach Kendy Burckhardt ungläubig den Kopf. Auch beim 2:0 sah seine Hintermannschaft schlecht aus. Nach einem Einwurf leitete Fabian Brandau gedankenschnell weiter zu Hirschel, der wieder frei vor Keeper Daniel Heidrich platziert abschloss (42.). Zwischen beiden Treffern wäre Elias Herr bei Philipp Urbans Flanke um ein Haar ein Eigentor unterlaufen (24.). Siebleben, ohne den gelbrotgesperrten Sören Lehmann, fand offensiv in den ersten 45 Minuten kaum statt. Oldie Oleg Oliinyk (49) schloss nach Königs Kopfballablage zu mittig ab (30.) und Christian Schreiber traf per Freistoß nur den Pfosten. Mehr hatte Gast nicht zu bieten.

Mit einer Körpersprache, die den Siegeswillen ausdrückte, war der MSV auch nach dem Wechsel die torgefährlichere Elf. Das 3:0 bahnte sich förmlich an und fiel in der 66. Minute, als Lucas Braun auf dem linken Flügel los spurtete, Hirschels Schuss noch pariert wurde und Kevin Spittel am zweiten Pfosten abstaubte. In dieser Phase musste sich Gastgeber-Keeper Christian Haaß, der trotz Temperaturen um Null Grad kurzärmelig im Kasten stand, mit Gymnastik warmhalten. Denn Siebleben fand trotz aller Bemühungen lange kein Mittel gegen die MSV-Hintermannschaft. In der 82. Minute verkürzte zwar Alexander König per Fallrückzieher, doch auch das spektakuläre Ehrentor war kein wirkliches Trostpflaster. Dementsprechend unterschiedlich waren am Ende die Gefühlslagen. Als schlechter Verlierer zeigte sich dabei Sieblebens Torhüter Daniel Heidrich, der mit seiner Wasserflasche Spittel bespritzte und so nach Spielschluss noch die Rote Karte sah. Teamkollege Elias Herr war da wesentlich gelassener. Er verwies auf die prekäre Besetzungssituation und wusste, dass es am Spielausgang nichts zu deuteln gab. In die Winterpause verabschiedete er sich indes mit einer Kampfansage an den Herbstmeister. „Abgerechnet wird erst zum Schluss.“

MSV: Haaß, T. Brandau, von Roda, Y. Peterhänsel, Urban, Häuschen (90. Raber), F. Brandau, Braun (88. P. Peterhänsel), Bindel, Hirschel (81. Wilhelm), Spittel. Siebleben: Heidrich, Herr, Schreiber, Turcan, Peinelt (53. Pawelek), Merten, Oliinyk (60. Neuburger), Fröbe (78. Schuchardt), Türk, König, Lehmann. SR: Hahn (Buttlar), Z: 145, Tore: 1:0, 2:0 Hirschel (20./42.), 3:0 Spittel (66.), 3:1 König (81.).

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