Fußball-Kreisoberliga: Der 13. Spieltag

Mosbacher SV feiert die Herbstmeisterschaft

Während der Mosbacher SV bis um Rückrundenauftakt den Blick auf die Tabelle genießen kann, steht Schlusslicht Normania Treffurt vor einer frostigen Winterpause.

Auch von Siebleben ließen sich die Mosbacher nicht bremsen. Hier zieht Lucas Braun (li.) an Abwehrspieler Ion Turcan vorbei.

Auch von Siebleben ließen sich die Mosbacher nicht bremsen. Hier zieht Lucas Braun (li.) an Abwehrspieler Ion Turcan vorbei.

Foto: Mike El Antaki

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Der Mosbacher SV hat seine famose Hinrunde mit dem Gewinn der Herbstmeisterschaft gekrönt. Verfolger Kaltennordheim siegte ebenfalls und hält Blickkontakt. Alle Partien des 13. Spieltages auf einen Blick:

Mosbacher SV – SG Siebleben 3:1 (2:0). Der Kreisoberliga-Spitzenreiter wehrte mit einer in allen Mannschaftsteilen imponierenden Darbietung im Gipfeltreffen den Angriff von Verfolger Siebleben ab. Mann des Spiels war Maximilian Hirschel, der zweimal traf und das dritte Tor vorbereitete. Als der 25-Jährige nach 81 Minuten vom Platz ging, spendeten die Fans Beifall, während Trainer Silko Fischer für den Matchwinner den Hut, genauer gesagt seine Mütze zog und sagte. „Er hat ein ganz starkes Spiel gezeigt.“

Auf dem von Raureif überzogenen Platz entwickelte sich vor 145 Zuschauern eine temporeiche und intensive Partie, der zunächst aber die prickelnden Torraumszenen fehlten. Warm ums Herz wurde den frierenden Mosbacher Anhängern dann in der 20. Minute, als ein Gast den Ball nach hinten, genau in den Laufweg von Hirschel spitzelte. Der sagte eiskalt Dankeschön. Auch beim 2:0 sah Sieblebens Hintermannschaft schlecht aus. Nach einem Einwurf leitete Fabian Brandau gedankenschnell weiter zu Hirschel, der wieder frei vor Keeper Daniel Heidrich platziert abschloss (42.). Zwischen beiden Treffern wäre Elias Herr bei Philipp Urbans Flanke um ein Haar ein Eigentor unterlaufen (24.). Siebleben, ohne den gelbrotgesperrten Sören Lehmann, fand offensiv in den ersten 45 Minuten kaum statt. Oldie Oleg Oliinyk (49) schloss nach Königs Kopfballablage zu mittig ab (30.) und Christian Schreiber traf per Freistoß nur den Pfosten.

Mit einer Körpersprache, die den Siegeswillen ausdrückte, war der MSV auch nach dem Wechsel die torgefährlichere Elf. Das 3:0 bahnte sich förmlich an und fiel in der 66. Minute, als Lucas Braun auf dem linken Flügel los spurtete, Hirschels Schuss noch pariert wurde und Kevin Spittel am zweiten Pfosten abstaubte. In dieser Phase musste sich Gastgeber-Keeper Christian Haaß, der trotz Temperaturen um Null Grad kurzärmelig im Kasten stand, mit Gymnastik warmhalten. Denn Siebleben fand trotz aller Bemühungen lange kein Mittel gegen die MSV-Hintermannschaft. In der 82. Minute verkürzte zwar Alexander König per Fallrückzieher, doch auch das spektakuläre Ehrentor war kein wirkliches Trostpflaster.

Als schlechter Verlierer zeigte sich am Ende Sieblebens Torhüter Daniel Heidrich, der mit seiner Wasserflasche Spittel bespritzte und so nach Spielschluss noch die Rote Karte sah. Teamkollege Elias Herr war da wesentlich gelassener. Er verwies auf die prekäre Besetzungssituation und wusste, dass es am Spielausgang nichts zu deuteln gab. In die Winterpause verabschiedete er sich indes mit einer Kampfansage an den Herbstmeister. „Abgerechnet wird erst zum Schluss.“

SR: Hahn (Buttlar), Z: 145, Tore: 1:0, 2:0 Hirschel (20./42.), 3:0 Spittel (66.), 3:1 König (81.).

DG Mühlberg – Eintracht Apfelstädt 3:1 (1:1).
Der Einstand von Neu-Trainer Jan Thimm brachte bei Apfelstädt keine Trendwende. Ein Remis hätte dem Spielverlauf zwar entsprochen. Doch wieder einmal zeigte sich für die Eintracht, dass durch das Auslassen mehrerer Hochkaräter und schläfriger Defensivarbeit selbst gegen einen durchschnittlich agierenden Gegner nichts zu holen ist.

Dabei standen im ersten Durchgang alle Türen für den Auswärtssieg offen. Apfelstädt spielte mutig nach vorn und besaß in Form von Springer mehrfach die Chance zum 1:0. Diese nutzte dann Leischner per schmeichelhaftem Elfmeter, nachdem ein Schuss am Tor vorbei ging, er aber danach mit Schellenberg kollidierte. Die Gastgeber fanden überhaupt nicht ins Spiel. Glücklich fiel der Ausgleich. Zwar rutschte Abwehrmann Reich ein langer Ball von Broneske unter den Schlappen durch, doch befand sich der dann vollstreckende Franke beim 1:1 klar im Abseits (22.). In der Folge egalisierte sich das Derby und beide hatten ihre Chancen zum Tor. Immer wieder brannte es in den Strafräumen.

Nach dem Wechsel verflachte das Derby aber immer mehr. Zwar hatte Apfelstädt alles im Griff und wirkte gefälliger nach vorn. Klare Chancen sprangen jedoch nicht heraus. Die erste Ecke der Hausherren nickte Broneske per Kopf zum duseligen 2:1 ein. Ein Spiegelbild der Saison, und auch wenn die Eintracht um das 2:2 bemüht war, konnte man beim Gast den letzten Willen nicht erkennen. Zu stupide wurden die Angriffe vorgetragen. Dazu passte das 3:1: In der letzten Minute traf Broneske per Flachschuss und entschied damit das Derby.SR: Kropfelder (Altenburg), Z: 60, Tore: 0:1 Leischner (16.), 1:1 Franke (22.), 2:1 Broneske (76.), 3:1 Broneske (90.).

SG Bischofroda – SG Ruhla 3:2 (2:1). Trotz einer 2:0-Führung fuhr Ruhla mit leeren Händen nach Hause. Irgendwie war das ein Spiegelbild der unbefriedigenden Hinrunde. Dabei ging es für die Gäste so gut los. Sebastian Wichate verwertete eine Eingabe von Younes El Antaki zum 0:1, dem Florian Meinhardt mit sehenswertem Schuss in den Winkel nach knapp einer halben Stunde das 0:2 folgen ließ. Ein Slapstick-Eigentor kurz vor der Pause war der Knackpunkt. Nach dem Wechsel riss Bischofroda mit viel Kampfkraft das Ruder noch herum, profitierte dabei aber von weiteren individuellen Fehlern der Gäste. Beim 2:2 patzte Torhüter Eifert, beim 3:2 Abwehrspieler Tchamako. Ein Freistoß von El Antaki flog in der 90. Minute knapp übers Ziel, so dass es beim achten Bischofrodaer Saisonsieg blieb. SR: Falk, Z: 80, Tore: 0:1 Wichate (11.), 0:2 Meinhardt (28.), 1:2 Kirchner (44./ET), 2:2 Zarate (55.), 3:2 Hildebrandt (85.)


Normania Treffurt – SG VfB Vacha 0:0.
Auch im zweiten Spiel unter Interimstrainer Frank Montag waren Fortschritte sichtbar, jedoch blieb der Tabellenletzte im Abschluss erneut harm- und glücklos. Die besten Treffurter Gelegenheiten vergaben Maurice Meng (71.), der am leeren Tor vorbei schoss, und Tommy Mengis (79.), dessen Abschluss noch von einem Abwehrspieler geklärt wurde. So freute sich am Ende nur der personell gebeutelte Gast. SR: Nagorsen, Z: 92.



SG Fortuna Kaltennordheim – Westring Gotha 4:1 (1:1).
Das Endergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg. Im sehr hektischen Vergleich mit sechsmal Gelb und je einmal Gelb-Rot führte Westring zunächst verdient. Zlataru hätte seine Elf in der 70. Minute erneut in Front bringen können, doch Keeper Witzel vereitelte die Riesenchance. Dan war es es Heß, der aus dem Gewühl heraus den Ball zum 2:1 über die Linie drückte (81.). Westring bäumte sich auf, fing sich aber noch zwei Gegentore ein.
SR: Stoll, Z: 61, Tore: 0:1 Zlataru (26,), 1:1 Wolf (40.), 2:1 Heß (83.), 3:1 Barth (89./ET), 4:1 Wolf (90.+3).



SG Borsch/G. II – SG Ifta/Scherbda ausgefallen

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