Motocrossfahrer Tom Koch punktet nochmals bei WM-Rennen

Wormstedt.  Motocross: Erfolgreicher Abschluss. Wormstedter Tom Koch erkämpft WM-Punkte beim letzten Rennen in Italien

Tom Koch fuhr vor der schönen Kulisse der Trienter Alpen bei der Weltmeisterschaft noch mal in die Punkte.

Tom Koch fuhr vor der schönen Kulisse der Trienter Alpen bei der Weltmeisterschaft noch mal in die Punkte.

Foto: Ralph Marzahn

Erneut ging es im Dreierpack um die letzten Punkte der diesjährigen Motocross-Weltmeisterschaft auf der Strecke von Pietramurata, nördlich vom Gardasee gelegen. Für Tom Koch bot sich noch einmal die Gelegenheit, etwas für sein Punktekonto zu tun.

Vor einer herrlichen Kulisse der Trienter Alpen und bei Sonnenschein war mit dem „GP of Trentino“ der Auftakt des Triples. Der KTM-Fahrer kam mit der extrem rutschigen Strecke anfangs nicht klar und hatte zusammen mit seinem Mechaniker viel zu tun, um in der knappen Trainingszeit ein gutes Fahrwerk-Setting zu finden.

Die Geschwindigkeit passte, doch durch das fehlende Feintuning kam kein richtiges Vertrauen zum Bike auf. Mit ordentlichen Rundenzeiten kam der Wormstedter gut in die Rennen. Doch am Ende überwog die Unsicherheit, sodass es nur zu den Rängen 23 und 22 reichte.

Auch beim „Großen Preis von Pietramurata“ am Mittwoch ging bei leichter Bewölkung noch nichts so zusammen wie gewünscht. Trotz Rundenzeiten, die bei konsequenter Umsetzung zu einem Platz im Mittelfeld reichen müssten, schlichen sich kleine Fehler ein und so nur die Plätze außerhalb der Punkteränge übrig blieben.

Tom Koch zog noch am Mittwochabend eine Zwischenbilanz: „Vom Fahren her ist es nicht schlecht. Der Speed ist da, aber ich kann ihn nicht über die gesamte Distanz halten. Mit der Streckenbeschaffenheit komme ich nicht klar. Ich fahre wie auf Eiern. Am Sonntag will ich noch mal mein Bestes geben und mit Punkten nach Hause fahren“.

Beim „MXGP of Garda de Trentino“ am Sonntag präsentierte sich Tom Koch bei perfektem Crosswetter schon im Training sicherer und angriffslustig. Die Strecke wurde gewässert und tief gegrubbert, so dass sie sich völlig anders als die zwei Rennen zuvor präsentierte. Gleich in der zweiten Runde hatte der KTM Pilot einen Abflug in einer neu eingebauten Whoop-Sektion.

Das Motorrad wurde dabei etwas verbogen, daher brachte die weitere Teilnahme am Training keine Verbesserung der Rundenzeiten. Koch hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine schnelle Runde gefahren, die eine gute Basis für die Rennen war. Auch wenn der Start zum ersten Lauf nicht optimal klappte und er zwischendurch mal den Faden verloren hatte, so konnte er sich die ganze Zeit über in den Punkterängen behaupten und nach einigen Zweikämpfen noch einen Zähler buchen.

Im zweiten Rennen gesteigert

Im zweiten Rennen konnte sich der Wormstedter noch ein wenig steigern und versuchte gleich in den ersten Runden Meter zu machen. In einem fehlerfreien Rennen hatte er sich zur Halbzeit auf den 17. Platz gefahren und brachte diesen mit einer Sekunde Vorsprung ins Ziel. Mit dem einen Punkt aus dem ersten Lauf buchte Koch insgesamt fünf WM-Zähler und damit sein bestes Ergebnis in dieser Saison.

Entsprechend zufriedener war dann auch das Resümee von Tom Koch: „Der heutige Tag war etwas erfreulicher und hat mir das Selbstvertrauen zurückgegeben. Im zweiten Rennen wäre noch mehr drin gewesen, aber ich war zu zögerlich beim Überholen. Nun werde ich mich ein bisschen von der anstrengenden Saison ausruhen. Diese WM-Veranstaltungen mit den drei Rennen in einer Woche gehen ganz schön an die Substanz. Das darf aber nicht zu lange dauern, denn die Vorbereitungen auf die neue Saison laufen bereits.“