Mühlhäuserin wird nach Superzeit mit Gesas Autogramm belohnt

Leipzig.  Der 15-jährigen Emma Herwig vom SV 1899 Mühlhausen gelingt ein Superdebüt über 1500 Meter und die zweite DM-Norm des Jahres.

Erst rennt Emma Herwig (SV 1899 Mühlhausen) über 1500 Meter zur Teilnahme bei den deutschen Jugendmeisterschaften, dann signiert Vorbild und Idol Gesa Krause, die WM-Dritte über 3000 Meter Hindernisse, die Spikes.

Erst rennt Emma Herwig (SV 1899 Mühlhausen) über 1500 Meter zur Teilnahme bei den deutschen Jugendmeisterschaften, dann signiert Vorbild und Idol Gesa Krause, die WM-Dritte über 3000 Meter Hindernisse, die Spikes.

Foto: Claudia Bachmann

Zwei Normen für deutsche Meisterschaften binnen zehn Tagen. Für Emma Herwig (SV 1899 Mühlhausen) läuft es in der Corona-Saison. „Sie hat auch in jenen Wochen, in denen gemeinsames Training nicht möglich war, so wie einige andere auch mit aller Konsequenz ihre Programme absolviert“, heißt es von den Trainern.

In Leipzig fiel nun für die 15-Jährige erstmals über 800 Meter die Schallmauer von 2:20 Minuten. Noch stärker aber ist ihre Premiere über 1500 Meter einzuschätzen: 4:46,80 Minuten bedeuteten für sie die Norm für die deutschen Meisterschaften der 16- und 17-Jährigen. In einem starken Feld konnte sie als die Jüngste der Starterinnen nach mutigem Beginn gut „mitschwimmen“ und eine starke Schlussrunde zeigen. Die Belohnung – neben der Spitzenzeit: Vorbild und Idol Gesa Krause, die WM-Dritte über 3000 Meter Hindernis, signierte Emmas Laufschuh. Während die Meisterschaften in Herwigs „echter“ Altersklasse, bei den 15-Jährigen, wegen der Pandemie abgesagt sind, werden die Meisterschafte der Jugendlichen Anfang September in Heilbronn stattfinden.

In Heilbronn zu starten, das ist auch das Saisonziel von Eileen Seebon aus Heiligenstadt. Die 17-Jährige stand mit Emma Herwig in Leipzig im selben 1500-Meter-Rennen, kam in 4:42,80 Minuten zwei Ränge vor der jüngeren Mühlhäuserin ein. Eileen hat für Heilbronn zwei Optionen: neben den 1500 Metern auch die 3000 Meter. Über diese Distanz steigerte sich die Heiligenstädterin auf 10:11 Minuten – eine beeindruckende Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren.

Eine weitere Mühlhäuserin konnte in Leipzig überzeugen: Grete Pahl (14), die ihre Stärke im Hürdensprint ausspielen konnte, gelang ein starker Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen.

Die zusammengekürzte Sommersaison endet für die meisten bereits am kommenden Wochenende, wo der Thüringer Verband in Erfurt ein Meeting organisiert.