Nach Rekordsperre: Chapman darf bei Medipolis SC Jena bleiben

Holger Zaumsegel
Clint Chapmans Weiterbeschäftigung nach seiner Unsportlichkeit war zunächst unsicher.

Clint Chapmans Weiterbeschäftigung nach seiner Unsportlichkeit war zunächst unsicher.

Foto: Sascha Fromm

Jena.  Die Weiterbeschäftigung des US-Amerikaners nach seiner Unsportlichkeit ist aber an Bedingungen geknüpft

Denkzettel ja, Entlassung nein: Clint Chapman kann nach seinem unsportlichen Kopfstoß und der daraus resultierenden Rekordsperre von zwölf Spielen bei Basketball-Zweitligist Medipolis SC Jena bleiben. Der Center des Tabellenführers bekommt neben der schon von der Liga verhängten Geldstrafe aber auch zusätzlich noch eine vom Verein aufgebrummt. Zudem muss er für seine Weiterbeschäftigung, die zunächst nicht sicher war, auch noch einen Maßnahmen-Katalog unterschreiben, in dem gefordert wird, dass er die Zeit bis zu seiner Rückkehr im Februar nutzt, um 100 Prozent fit zu werden.

Laut Jenas Geschäftsführer Lars Eberlein bereue Chapman seine Unsportlichkeit zutiefst und sinne auf Wiedergutmachung. Auch die Mannschaft stehe hinter dem 32-Jährigen US-Amerikaner, der im Spiel gegen Karlsruhe Gegenspieler Matthew Freeman, der ihn zuvor provoziert hatte, mit einem Kopfstoß niedergestreckt hatte. „Clint muss jetzt richtig Gas geben. Wenn er fit ist, ist er einer der besten fünf Spieler der Liga“, glaubt Eberlein weiter an den Mann aus Oregon.

Um die Lücke im Kader zu schließen, die Chapman durch seine lange Sperre reißt, suchen die Jenaer von Trainer Domenik Reinboth nach einer temporären Verstärkung für den Zeitraum des Ausfalls des US-Amerikaners. Denkbar wäre eine Leihe oder ein Kurzzeitvertrag für einen freien Spieler. Mit Alexander Herrera (29) und Talent Rafael Rodrigues (20) haben die Thüringer noch zwei Center in ihren Reihen. Sollte sich aber einer von beiden verletzen, bekommen die Saalestädter Probleme unterm Korb.

Das nächste Spiel bestreiten die Jenaer am 1. Dezember beim Vorjahreszweiten Leverkusen.