Nach Saison-Annullierung des TFV folgen massive Beschwerden

Erfurt.  Das Sportgericht muss am Dienstag (28. Juli) einen Einwand des FC Gebesee prüfen.

Das TFV-Sportgericht muss verhandeln. 

Das TFV-Sportgericht muss verhandeln. 

Foto: Getty Images

Der Thüringer Fußball-Verband (TFV) kommt nicht zur Ruhe. Gut eine Woche nach dem Mehrheitsvotum durch den Außerordentlichen Verbandstag, die Saison 2019/20 für den Männerbereich abzubrechen und alle Spiele zu annullieren, ist das TFV-Sportgericht erneut gefordert. Am Dienstag (28. Juli) verhandelt es die Beschwerde des FC Gebesee. Der Verein aus dem Landkreis Sömmerda stört sich an der Annullierung, wonach es keine Auf- und Absteiger gibt.

Gebesees Vorstandsvorsitzender Christian Müller möchte die eingelegten Rechtsmittel nicht als Angriff gegen die Organe des TFV oder deren Beschlussfähigkeit sehen. Auch die Entscheidung zu Verbandsligist Fahner Höhe, dem die Aufstiegsmöglichkeit in die Oberliga eingeräumt wurde, stünde nicht zur Debatte. „Mit geht es allein um die Anerkennung unserer Spiele“, so Müller. Er möchte geklärt haben, warum abweichend zum Nachwuchs und zur Handhabe in anderen Landesverbänden entschieden wurde. Dort wird jeweils die Wertung nach einer Quotientenregel angewendet.

Die Saison ebenso zu werten hieße für Gebesee, dass sowohl das Kreisliga-Team der Männer als auch die Zweite in der 2. Kreisklasse vom zweiten auf den ersten Platz rückte und aufsteigen würde. Es sei rein die Enttäuschung, sportlich nicht belohnt zu werden, merkt Müller an.

Er spricht für etliche vorwiegend unterklassige Vereine, die bei einem Saisonabbruch auf den Aufstieg gehofft hatten und ih­ren Unmut zum Ausdruck bringen. Insgesamt liegen dem TFV 19 Beschwerden vor.