Nordhäuser spielen gegen Ligaprimus am Limit

Nordhausen.  82 Minuten hielt der Südharzer Volleyball Club im Heimmatch gegen Delitzsch II tapfer dagegen, konnte aber eine Niederlage nicht verhindern.

Der Block steht: Am Ende musste sich der SVC (schwarze Trikots) aber gegen den Ersten Delitzsch II mit 0:3 geschlagen geben.

Der Block steht: Am Ende musste sich der SVC (schwarze Trikots) aber gegen den Ersten Delitzsch II mit 0:3 geschlagen geben.

Foto: Christoph Keil

An Spieltag sechs der Volleyball-Regionalliga Ost hat Spitzenreiter GSVE Delitzsch II seine Visitenkarte in der Wiedigsburghalle abgegeben. Der Gastgeber Südharzer Volleyball Club (SVC) zeigte dabei die beste Leistung seit langem und forderte den Favoriten über die gesamten 82 Spielminuten permanent. Trotz des am Ende deutlichen 0:3 waren die Nordhäuser Spieler sowie das Publikum mit der gezeigten Leistung zufrieden.

Von Anfang an sahen die etwa 150 Zuschauer eine ausgeglichene Partie mit sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Bis zum 8:8 waren beide Kontrahenten gleichauf, nach einem kurzen Zwischenspurt der Gäste aus Nordsachsen liefen die Gastgeber einem Rückstand hinterher. Gegen die athletisch und technisch gut ausgebildete Zweitliga-Reserve aus Delitzsch taten sich die Hausherren im Angriff schwer und brauchten häufig mehrere Versuche, um erfolgreich zu sein.

Urplötzlich wieder auf Tuchfühlung

Am Schluss des ersten Satzes stand ein 20:25 auf der Anzeigetafel, der zweite Abschnitt war bis zum Stande von 8:8 wiederum von Gleichwertigkeit geprägt. Im Anschluss konnten die Gäste aus Sachsen erneut drei Punkte davonziehen und ihren Vorsprung bis zum 17:20 aus Sicht des SVC verteidigen.

Davon waren Kapitän Chris Kampmeyer, Libero Jaspar Gemperlein, Lars Hüser, Willy Suhr, Rick Herbarth, Andre Kretschmar, Tobias König, Gregor Hesse, Thomas Riemekasten, Adrian Kubiak und SVC-Urgestein Dominik Rieger völlig unbeeindruckt, spielten geduldig weiter und waren urplötzlich wieder auf Tuchfühlung zum Favoriten (21:22). In einer spannenden Schlussphase lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, jeder Punkt war hart umkämpft. Indiz dafür war auch die relativ lange Spielzeit von 26 Minuten, an deren Ende die Südharzer mit 23:25 denkbar knapp das Nachsehen hatten.

Keine Nervosität in Reihen der Gastgeber

Fast deckungsgleich verlief der dritte Teilabschnitt, nach kurzer Abtastphase gerieten die Südharzer 5:9 ins Hintertreffen. Davon ließen sich die Gastgeber nicht aus dem Konzept bringen, das 16:21 brachte ebenso keine Nervosität in die Reihen des SVC wie der Versuch anderer Aufstellungen durch das Trainerteam. Im Gegenteil, mit vollem Einsatz und Leidenschaft wurde der Rückstand Stück für Stück verringert.

Beim 20:21 waren die Nordhäuser wieder dran, kurze Zeit später gelang sogar das 23:23. Mehr gestattete der Tabellenführer aus Delitzsch jedoch nicht. Dennoch applaudierte das Publikum, gegen einen starken Gegner hatte es einfach an diesem Tag nicht sollen sein.