Nordthüringer Athleten und ihre Fitnesseinheiten

Nordhausen  Mit Kopf und Knopf (4): Ob auf dem Fahrrad, mit Stabilisationsübungen oder dem klassischen Laufen - das neue Jahr wird sportlich

Stephan Knopf rät neben aktiver Bewegung auch Stabilisationsübungen.

Stephan Knopf rät neben aktiver Bewegung auch Stabilisationsübungen.

Foto: Flora Linstedt

Landkreis. Das neue Jahr ist nun schon fast zwei Wochen alt und höchstwahrscheinlich wurde der eine oder andere gute Vorsatz schon wieder über Bord geworfen. Ob es der Verzicht auf Alkohol ist, das Nichtrauchen oder eben einfach weniger auf die Waage zu bringen und mehr Sport zu treiben – eben fitter werden.

Dass das Vorhaben „fitter werden“ für viele noch am besten umgesetzt werden kann, zeigen unzählige Videos, Posts und Fotos in den gängigen sozialen Netzwerken. Aber auch die Probanden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, etwas für ihren Körper und die Fitness zu tun.

So hat sich die beim SVC Volleyball spielende Carla Meyer für das neue Jahr vorgenommen, jeden Tag zweimal Sport zu treiben, zumindest in der Zeit, in der sie wegen Homeschooling zu Hause bleiben muss. Vor dem Frühstück und am Abend absolviert sie jeweils eine Fitnesseinheit. „Ich habe gefallen an dieser Tabata-App gefunden. Das ist wirklich klasse. Ich mache 15 verschiedene Übungen zu je 40 Sekunden, die ich viermal wiederhole. Und zwischen den gleichen Übungen sind 15 Sekunden Pause, zwischen den verschiedenen Übungen 20“, erklärte sie.

Für Patrick Börsch aus Nordhausen kommt unter anderen die Fahrrad-Rolle, zu vergleichen mit einem Ergometer, zum Einsatz. Auch Mandy Eckardt aus Heldrungen tastet sich an das Indoor Cycling heran und saß eine Stunde auf der Fahrrad-Rolle, was für ungeübte eine echte Kraftanstrengung sein kann. „Das ist schon sehr anstrengend aber auch irgendwie cool. Mit einem Laptop dazu geht das wunderbar und motiviert einen selbst“, sagt Börsch zu solchen Einheiten. „Eine Stunde auf dem Sattel und ein erhöhtes Tempo fahren erfordert schon jede Menge Disziplin“, kennt auch Mandy Eckardt die Strapazen.

Für Stephan Knopf, der sich in diesem Jahr beim Ironman angemeldet hat, geht es um etwas mehr als nur ein wenig fitter zu werden. Sein Trainingsplan ist mit den anderen keinesfalls zu vergleichen und darf auch nicht als Gradmesser genommen werden.

„In diesem Jahr steht neben den „normalen“ Einheiten auch wieder mehr Athletik und Mobilität im Trainingsplan. Aktuell kann ich alle Einheiten ohne Problem absolvieren und freue mich auf alles. Das Projekt Langdistanz motiviert mich ungemein aber ich weiß auch, dass ich noch einen harten Weg vor mir habe. Gerade die langen Laufeinheiten sind (noch) ungewohnt für mich, aber da komme ich schnell rein. Diese Woche wurden es 13 Stunden Trainingsumfang. Das ist jetzt mein „normaler“ Umfang“, gibt Knopf einen kurzen Einblick in seinen Trainingsplan.

Aber er verweist immer wieder darauf, dass Bewegung – egal in welcher Intensität – nie schaden kann und einen weiter voranbringen wird. Das sehen alle anderen Probanden auch und bleiben an ihren persönlichen Vorhaben dran, auch 2021.