Ohne „Rennpappe“ geht es nicht

Erfurt.  Ulf Heimbürger ist seit einem halben Jahrhundert dem Motorsport verfallen und führt den Automobil-Club Erfurt

Ulf Heimbürger ist begeisterter Motorsport-Fan.

Ulf Heimbürger ist begeisterter Motorsport-Fan.

Foto: Volker Brix

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Schon in seiner Garage erkennt man sofort sein Hobby. Aufgehängte Siegerkränzen, Plakate und Schildern, drei „Trabbis“ und unzählige Ersatzteile. Ulf Heimbürger ist dem Motorsport verfallen.

Vor 50 Jahren begann der heute 73-Jährige mit seinem Trabant 601 auf Bezirksebene und bei den DDR-Meisterschaftsläufen in Berlin, Wittenberg, Leipzig, Zwickau und der Wartburg-Rallye um Eisenach mit seinem Co-Piloten Klaus Oßwald (Erfurt), erste Medaillen zu gewinnen. Danach absolvierte der Elektromaschinenbau-Meister mit einem von 26 PS auf 55 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h frisierten Trabant 601 (Gruppe zwei) einige Jahre Bergrennen. Später fuhr er mit seinem jüngeren Bruder Dieter, der später als Eisenacher Werksfahrer mit vier Gesamtsiegen bei der Wartburg-Rallye und zahlloser internationalen Klassensiege fast weltweit zu den Rallye-Legenden der DDR gehörte, am Steuer zahlreiche vordere Platzierungen ein.

Danach war Heimbürger mit seiner „Rennpappe“ auch bei Rundstreckenrennen auf den Traditionskursen in Frohburg, dem Sachsenring und dem Schleizer Dreieck dabei. Beim letzten Wertungsrennen um die DDR-Meisterschaft war er bei glitschigen Regenläufen am Adlerberg bei Suhl der Schnellste und wurde in der Gesamtwertung nur von Dieter Kessler (Schmalkalden) und Helmut Aßmann (Gotha) auf den Bronzerang verwiesen. In diesen Jahren gehörte Heimbürger auch zusammen mit Klaus Günther und Axel Haberland zu den Begründern des MSC Erfurter Verkehrsbetriebe. Vorwiegend starteten die Motorsportler bei Rallyes auf dem Gebiet des damaligen Bezirkes Erfurt. Besonders gefragt war damals ihre EVB-Fahrschule mit drei Pkw Trabant. Mit der politischen Wende vor 30 Jahren wurde der Club in „Automobil-Club Erfurt im ADAC Hessen/Thüringen“ umbenannt. Seitdem ist Heimbürger erster Vorsitzender des Clubs.

Mit monatlichen Clubabenden, Schulungen über Verkehrsrecht und Kfz-Versicherungen sowie einer eigens organisierten Club-Rallye alljährlich im Oktober ist er, mit Unterstützung seiner Frau Ingeborg, ein respektierter „Chef“.

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