Rico Richter tritt aus dem Schatten seiner Schwester

Halle.  Kleiner Bruder ganz groß: Rico Richter tritt aus dem Schatten seiner erfolgreichen Schwester Jasmin

Taekwondo: Der Weidaer Rico Richter (rechts gewinnt in Halle beim Internationalen Sachsen-Anhalt-Cup sein erstes Bundesranglistenturnier.

Taekwondo: Der Weidaer Rico Richter (rechts gewinnt in Halle beim Internationalen Sachsen-Anhalt-Cup sein erstes Bundesranglistenturnier.

Foto: Jens Lohse

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Der kleine Bruder tritt aus dem Schatten seiner erfolgreichen Schwester. Nach Bronze bei den Berlin Open im Mai entschied Rico Richter vom TuS Osterburg 90 Weida nun sein erstes Bundesranglistenturnier für sich.

Beim Internationalen Sachsen-Anhalt-Cup in Halle ging er in der Gewichtsklasse bis 68 kg an den Start. Im Viertelfinale versteckte sich der Weidaer gegen Chika Ozokwere vom PSV Georgsmarienhütte nicht. Der Niedersachse hatte vor fünf Wochen das NRW-Masters in Bonn gewonnen. Mit offenem Visier angetreten, geriet der von seinem Vater Rene betreute Rico Richter zunächst in Rückstand, ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Noch in der ersten Runde wendete er das Blatt und vergrößerte nach ein paar gut umgesetzten taktischen Hinweisen in der Pause seinen Vorsprung. Beim Stand von 39:24 Punkten warf der gegnerische Coach in der dritten Runde das Handtuch. Eine Medaille war damit schon sicher.

Auch im Halbfinale gegen Louis Bo Pitzer aus Hessen - immerhin Dritter der Deutschen Jugend-Meisterschaften von Nürnberg - überrannte der Ostthüringer seinen Kontrahenten förmlich. Mit dem Selbstvertrauen aus dem ersten Kampf ausgestattet, agierte Rico Richter sehr sicher und lag zur Rundenpause bereits wieder vorn. Die Führung konnte er mit sehenswerten Doppel-Kopftreffern erheblich ausbauen und konnte auch in der Folge immer wieder kontern. Letztlich war auch dieser Kampf angesichts des 32:14-Endstands eine klare Angelegenheit für den TuS-Kämpfer.

Im Endkampf wartete Konstantinos Arampatzis, der 2018 bei der Kadetten-Europameisterschaft im Achtelfinale gestanden hatte. Der Niedersachse vom SV Arnum ging zwar zunächst in Führung, musste aber anschließend einige Kopftreffer einstecken, so dass er in Rückstand geriet. Die zu erwartende Schlussoffensive des Kontrahenten blieb aus, auch weil Rico Richter über die bessere Kondition verfügte. Nach dem 24:14-Sieg nahm der Weidaer Youngster den Siegerpokal entgegen und durfte sich über seinen ersten Triumph bei einem Bundesranglistenturnier freuen.

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