Ronneburgs Handballer fehlen fünf Sekunden zum Punktgewinn

Sonneberg.  Der HSV verliert in der Thüringenliga beim Spitzenreiter Sonneberg knapp mit 22:23

Ronneburgs Richard Vogel (rechts) – hier gegen den Sonneberger Anatoli Bulov – zerrt auch im Rückspiel an den Ketten.

Ronneburgs Richard Vogel (rechts) – hier gegen den Sonneberger Anatoli Bulov – zerrt auch im Rückspiel an den Ketten.

Foto: Jens Lohse

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Einen großen Kampf boten die Ronneburger Thüringenliga-Handballer dem Spitzenreiter in Sonneberg und brachten die Hausherren an den Rand der ersten Saisonniederlage, nachdem man im Hinspiel noch mit zehn Treffern Unterschied verloren hatte.

Am Ende stand die Hoppe-Elf aber mit leeren Händen da. Fünf Sekunden vor Abpfiff gelang Sonnebergs Konstiantyn Ustymenko das 23:22-Siegtor, wobei sich die Gäste da von den Geraer Schiedsrichtern Thomas Dähne/Stefan Scholz benachteiligt fühlten. „Für mich war das ein Schrittfehler, weshalb der Treffer nicht hätte zählen dürfen. Und anschließend wird Richard Vogel von den Sonnebergern so hart gefoult, dass die Aktion nach unserer Meinung auf der Bank einen Siebenmeter hätte nach sich ziehen müssen. Aber beide Szenen haben die Referees anders beurteilt“, so HSV-Trainer Christian Hoppe, dem an seinem 38. Geburtstag zwar ein Punkte-Geschenk verwehrt blieb, der aber auf seine Mannschaft trotzdem stolz war. „Das war eine tolle Leistung. Sensationell, wie das Team die Nachrichten der letzten Woche weggesteckt hat. Mit der heutigen Begegnung haben wir unsere Bronze-Ambitionen bestätigt. Wir brauchen die Köpfe nicht hängen zu lassen“, so der Ronneburger Coach.

Auch von Sonneberger Seite ernteten die Gäste viel Lob. „Der Gegner war im Vergleich zum Hinspiel nicht wiederzuerkennen“, zollte der ukrainische Trainer der Spielzeugstädter, Konstantin Selenow den Ostthüringern seinen ernst gemeinten Respekt.

Komplette Spielzeit Paroli geboten

Über die kompletten 60 Minuten hatten die Ronneburger dem Tabellenführer Paroli geboten. In der Abwehr war man perfekt auf das Gastgeber-Spiel eingestellt. Beim 4:7 (19.) schien man etwas abreißen lassen zu müssen. Doch drei Treffer in Folge von Richard Vogel, Filip Dujcak und nochmals Richard Vogel ließen den HSV vor und nach der Pause zum 9:9 ausgleichen (32.). Manchmal schafften es die Gastgeber noch, zwei Tore zwischen sich und den Gegner zu bringen. Doch spätestens beim 18:17 durch Christopher Eisenstein und der erstmaligen Ronneburger Führung war jedem der mitgereisten HSV-Anhänger klar, dass an diesem Abend alles möglich war. Schade nur, dass man aus den Sonneberger Zeitstrafen im Angriff zu wenig machte. Oleg Kumogorodskyy (50.) und Ruslan Honcharov (57.) sahen Rot. In einer Sechs-gegen-Vier-Überzahl (57.) kassierten die Gäste zwei entscheidende Treffer durch den sechsfachen Torschützen Justin Spörke, der wie Anatoli Bulov und Marius Bondar sechs Mal erfolgreich war.

Auf Ronneburger Seite überzeugten Mirko Alexy (7), Richard Vogel (5) und Filip Dujcak (4). Auch zum Schluss versuchte der HSV alles. Aber nur drei Sekunden nach der letzten Auszeit und ein siebenter Feldspieler reichten nicht mehr aus, um noch ausgleichen können.

Für die Ronneburger wartet am nächsten Sonnabend der nächste Höhepunkt, wenn im Hexenkessel Zeitzer Straße das Derby gegen den LSV Ziegelheim ansteht.

Sonneberg: Plesca, Schleuchardt - Ustymenko (3), Bursuc (1), Müller, Bondar (6/2), Ruslan Honcharov (RK), Kumogorodskyy (1/RK), Dietrich, Roman Honcharov, Ignat (1), Spörke (6), Bulov (6). Ronneburg: Günther - Eisenstein (1), Halbauer (2), Dujcak (4), Lange, S. Stölzner (1), C. Stölzner (1), Alexy (7/1), Vogel (5), Stein (1), Pöhnitzsch.
SR: Thomas Dähne/Stefan Scholz (Gera). 7-Meter: 3/2 – 2/1. Zeitstrafen: 6x2 – 5x2 min.

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