Nervenstark: Pähtz holt Bronze bei Schnellschach-Weltmeisterschaft

Riad  Mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Schnellschach-Weltmeisterschaften in Riad (Saudi-Arabien) hat Elisabeth Pähtz gestern ihr Schachjahr gekrönt.

Zum Jahresende in Hochform: Elisabeth Pähtz.

Zum Jahresende in Hochform: Elisabeth Pähtz.

Foto: S. Fromm

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In dem 15-rundigen Turnier, in dem nahezu die gesamte Weltelite vertreten war, blieb die 32 Jahre alte Erfurterin ungeschlagen. Sie gewann sechs Partien und spielte neunmal unentschieden.

Entscheidend war, dass ihre Nerven auch im dramatischen Finale standhielten. In der 13. Runde hatte Pähtz, die immer in der Spitzengruppe spielte, zunächst die Französin Marie Sebag taktisch sehenswert überspielt und anschließend aus einer ausgeglichenen Position heraus die Armenierin Elina Danielian präzise ausgekontert. In der Schlussrunde genügte ihr dann ein schnelles Remis gegen Ekaterina Atalik aus der Türkei.

Neue Weltmeisterin wurde die Chinesin Ju Wenjun (11,5 Punkte) vor ihrer Landsfrau Lei Tingjie (11). Pähtz (10,5), deren taktische Stärken beim Spiel mit verkürzter Bedenkzeit besonders zum Tragen kamen, kann nun ohne Druck in die heute und morgen an gleicher Stelle folgende Blitzschach-Weltmeisterschaft gehen.

Schnellschach-Champion der Männer wurde überraschend Altmeister Viswanathan Anand. Der Inder behauptete sich in einem punktgleichen Spitzentrio (je 10,5) dank der besseren Wertung vor den beiden Russen Vladimir Fedoseev und Ian Nepomniachtchi. Top-Favorit Magnus Carlsen (Norwegen) landete mit einem halben Punkt Rückstand nur auf dem fünften Platz. Der Weltmeister im klassischen Schach lag nach zähem Beginn schon auf Titelkurs, verlor aber in der letzten Runde gegen Alexander Grischuk (Russland).

Die bis 2019 an Saudi-Arabien vergebenen Titelkämpfe sind miteinem Rekord-Preisgeld von zwei Millionen US-Dollar dotiert. Für ihren gestrigen dritten Platz kassiert Pähtz 25.000 Dollar.

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