Scheidler verletzt sich und köpft Wacker Gotha noch zum Sieg

Gotha.  Schmerz und Freud nah beieinander: Trotz Verletzung avancierte Gothas Ex-Regionalligastürmer beim 1:0 gegen den FSV Waltershausen zum Matchwinner.

Dank Steffen Scheidlers Kopfballtor bejubelte Wacker Gotha den ersten Heimsieg der Saison. Nach dem Treffer musste der Matchwinner verletzt vom Feld.

Dank Steffen Scheidlers Kopfballtor bejubelte Wacker Gotha den ersten Heimsieg der Saison. Nach dem Treffer musste der Matchwinner verletzt vom Feld.

Foto: Mike El Antaki

Im dritten Anlauf hat der FSV 03 Wacker Gotha den ersten Heimsieg der Saison geschafft. Gegen den FSV Waltershausen zitterten sich die Gastgeber, die nach Gelb-Rot gegen Jean Luca Bromund die Schlussphase in Unterzahl absolvieren mussten, zu einem knappen 1:0-Erfolg. Aber auch im Elf-gegen-Elf hatte sich Wacker vor 178 Zuschauer zuvor nicht mit Ruhm bekleckert. „Schön war es nicht. Aber lieber ein schlechtes Spiel gewinnen als ein gutes verlieren“, sagte Gothas Trainer Lars Harnisch und erinnerte an die Partie gegen Steinbach-Hallenberg, als Wacker trotz drückender Überlegenheit leer ausging.

Es passte ins Bild von einem glücklichen Wacker-Erfolg, dass Steffen Scheidler trotz einer kurz zuvor zugezogenen Muskelverletzung zum Matchwinner avancierte. Der Routinier hatte schon die nötige Auswechselung angezeigt, biss bei einer Flanke von Florian Serick nochmal auf Zähne und traf per Kopfballbogenlampe genau ins lange Eck (42.). Gästekeeper Patrick Böhm war machtlos. Für Scheidler lagen Freud und Leid eng beisammen. Er konnte gar nicht richtig jubeln, sondern ließ sich zu Boden fallen und fasste sich an die schmerzende Wade. Unter dem Beifall der Wacker-Fans ging der 33-Jährige dann humpelnd vom Feld. Scheidler war es auch, der zuvor die einzige weitere Torchance der ereignisarmen ersten Hälfte besaß. Sein Schuss aus spitzem Winkel wurde leicht abgefälscht und zischte am zweiten Pfosten vorbei (23.).

Sicherheit brachte die Pausenführung nicht ins Spiel der Hausherren, die in den zweiten 45 Minuten in Strafraumnähe nichts Zwingendes zustande brachten. „Nach vorn ging heute wenig“, gestand Harnisch. Er musste mit ansehen wie Waltershausen zunehmend das Heft an sich riss und auf den Ausgleich drängte. Der fiel nicht, weil der FSV oftmals zu umständlich agierte und weil Gothas Torhüte Frederic Büttner eine tadellose Leistung bot. Mit einer Glanztat kratzte er Alexander Kochs 25-m-Freistoß (59.) aus dem Winkel und ließ sich auch vom Distanzschuss des Ex-Gothaer Max Machleb nicht bezwingen (67.). Kurz danach konnte Bromund einen Fehlpass nur noch auf Kosten eines Fouls reparieren, was zur Ampelkarte führte. Aus der Überzahl machte Waltershausen zu wenig, auch wenn sich in der Nachspielzeit noch eine Großchance zum Ausgleich bot. Als Machleb im Sechzehner frei auftauchte und den Ball an Büttner vorbeilegte, driftete er aber zu weit nach außen ab. Kurz danach durfte Wacker erleichtert durchpusten.

Die anderen Landesklassenteams aus dem Bereich Eisenach/Gotha sind erst am Sonntag im Einsatz:

SG Herpf – FC Eisenach, SG Gospenroda – VfL Meiningen, SG Borsch – FC Fahner Höhe II (ale So, 15 Uhr).