Sportschützen-Nachwuchs aus 27 Ländern in Suhl

Die internationalen Schießsport-Wettkämpfe der Junioren haben in Suhl begonnen. Bis zum 16. Mai weilt die junge Elite aus 27 Nationen auf dem Suhler Friedberg.

Nagellack und Kleinkaliber: Die besten Nachwuchsschützen im Alter von 14- bis 20 Jahren weilen derzeit auf dem Suhler Friedberg. Foto: Sascha Willms

Nagellack und Kleinkaliber: Die besten Nachwuchsschützen im Alter von 14- bis 20 Jahren weilen derzeit auf dem Suhler Friedberg. Foto: Sascha Willms

Foto: zgt

Suhl. Zum Internationalen Wettkampf Sportschießen (IWK) tummeln sich rund 500 Athleten im Schießsportzentrum. Das Training hat bereits begonnen, während die Anreise noch läuft. Im Sprachengewirr der finden sich Iris Hespeler und Astrid Kriegs am Begrüßungstresen bestens zurecht. Entgegen erster Befürchtungen gab es bisher keine Probleme bei den Anreisen mit Flugzeug, sagen die beiden jungen Frauen vom Deutschen Schützenbund (DSB). Um die 50 junge Sportschützen schicken die großen Nationen wie Russland und Indien, aus Georgien kommen zwei Sportler.

Auch Lena Cramer und Maria Eggeling vom Oberhofer Sportgymnasium sind mit von der Partie. Cramer, die aus Ostfriesland stammt, übte am Mittwochmorgen mit dem Thüringer Landestrainer Gewehr Heinz Janikulla eine Sportgewehr-Disziplin. "Es hat geregnet in der Nacht. Wenn die Feuchtigkeit in der Sonne aufsteigt, flimmert die Luft vor der Zielscheibe", erklärt Janikulla. Die Schützen stellen sich derzeit auf die Gegebenheiten am Schießstand ein.

Maria Eggeling am Pistolenstand hat einen prominenten Trainer an ihrer Seite: Welt- und Olympiasieger Ralf Schumann steht mit Gehörschutz und Fotokamera neben ihr und gibt Tipps. Die 17-jährige Nachwuchsschützin will von seinem Erfahrungsschatz profitieren. Seit dreieinhalb Jahren ist sie bereits am Sportgymnasium in Oberhof. "Es ist kalt hier, aber die Bedingungen sind sehr gut", sagt Eggeling, die aus dem Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) stammt. Noch zwei Jahre geht sie hier zur Schule, einen Platz im Landeskader hat sie bereits. Noch bis zum 16. Mai prüft sie nun in Suhl ihren Leistungsstand auf internationalem Niveau. Wenn es weiter gut läuft, bleibt sie dem Leistungssport treu. "Sportschützin bei der Bundeswehr vielleicht", sagt sie in die Zukunft blickend, bevor sie sich wieder auf Kimme, Korn und Zielscheibe konzentriert.