Schwarz-Weiß Erfurt im Stress: Zwei Auswärtsspiele innerhalb von vier Tagen

Erfurt.  Mit Schwerin und Stuttgart müssen Erfurts Volleyballerinnen innerhalb von vier Tagen zu absoluten Top-Adressen im Land.

Szenenapplaus: Trainer Dirk Sauermann beim 3:2-Sieg der Erfurterinnen über Wiesbaden (Archivfoto).

Szenenapplaus: Trainer Dirk Sauermann beim 3:2-Sieg der Erfurterinnen über Wiesbaden (Archivfoto).

Foto: Sascha Fromm

Hoch, höher, am höchsten? Im Aufwind des ersten Saisonsieges steigen die Anforderungen an die Erstliga-Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt beträchtlich. Viel höher geht es gerade kaum.

Umbruch bei SSC Schwerin

Rekordmeister SSC Schwerin am Sonnabend, Bundesliga-Spitzenreiter Stuttgart am kommenden Mittwoch Pokal-Viertelfinale. Die zwei Auswärtspartien innerhalb von vier Tagen sind für die Erfurterinnen nicht nur mit weiten Touren verbunden, sondern auch mit Prüfungen bei der Crème de la Crème des deutschen Frauen-Volleyballs.

„Schwerin ist immer mit Favorit auf den Titel, eine der Top-Adressen“, sagt Trainer Dirk Sauermann. Entsprechend sieht er die Rollen zwischen dem viermal siegreichen Zweiten und seinen einmal erfolgreichen Erfurterinnen klar verteilt. Dabei macht es für ihn auch keinen Unterschied, dass der zwölfmalige Meister sagt, einen Umbruch bewältigen zu müssen. Den habe fast jede Mannschaft in der Liga, erklärt der Schwarz-Weiß-Trainer. Wenn, dann sei es einer auf „hohem Niveau“.

Körperlich groß, physisch stark: So erwartet Sauermann den Favoriten, der nach der Quarantäne infolge eines positiven Corona-Tests einiges aufzuholen hat. „Das macht es für uns aber nicht unangenehmer.“ Mit seinem jungen Team versucht er, jedes Spiel als Entwicklungsschritt mitzunehmen. Inwieweit die Erfurter das Team von Nationaltrainer Felix Koslowski ärgern können, hängt auch davon ab, ob das wieder im Rhythmus ist. Nach zweieinhalb Wochen Pause spielte Schwerin am Mittwochabend bei Aachen erstmals wieder.

Nichts zu verlieren

Zu verlieren haben die Erfurter praktisch kaum etwas beim SSC. Im Pokal darauf in Stuttgart gibt es wohl ebenso nur etwas zu gewinnen. Der Erste hat in vier Spielen gerade einen Satz verloren. Durch das Freilos im Achtelfinale hatten die Schwarz-Weißen voriges Wochenende frei. Vorm Heimspiel gegen Vilsbiburg (21. November) kommt es nun dicker als zunächst geplant.

Infolge der unsicheren Lage verlegte die Volleyball-Bundesliga die Viertel- und Halbfinals. Die Runden werden nächste Woche in zwei Tagen in zwei parallelen Veranstaltungen ausgetragen. Ursprünglich waren sie im Dezember vorgesehen.

Pokalturnier in Stuttgart

Am Mittwoch (18.11.) werden in Stuttgart und Schwerin je zwei Viertelfinals gespielt. In Schwerin trifft etwa Suhl auf den Dresdner SC, Erfurt fordert Stuttgart heraus. Tags darauf folgen die Halbfinals.

Der neue Modus erfordert Umdenken und -planen auch bei Dirk Sauermann. Er beklagt es jedoch nicht, sondern sieht es als Maßgabe, in der Flexibilität erfordernden Zeit positiv zu bleiben – und mutig. „Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt er.