Science City Jena: Ein Wolf in absoluter Topform

Jena  Basketballer Julius Wolf feiert eine persönliche Bestmarke, stellt aber den Erfolg der Mannschaft in den Vordergrund

Julius Wolf (links), hier beim Sieg gegen Ehingen, netzt in dieser Saison regelmäßig ein.

Julius Wolf (links), hier beim Sieg gegen Ehingen, netzt in dieser Saison regelmäßig ein.

Foto: Sascha Fromm

„Nach dem Gespräch weiß ich Bescheid“, sagt Julius Wolf von Basketball-Zweitligist Science City Jena und lacht. Statistiken sind nicht so sein Ding, erklärt der 27-Jährige. Trotzdem freut ihn „der kleine Arbeitsnachweis“, als er erfährt, dass er aktuell Jenas treffsicherster Spieler mit im Schnitt 14,6 Punkten pro Begegnung und zudem auch noch bester Rebounder (6,2) ist. Dass der stellvertretende Kapitän der Saalestädter mit seinen 28 Punkten beim 96:75-Sieg gegen Hagen aber eine persönliche Karriere-Bestmarke als Profi aufgestellt hat, ist ihm bekannt.

Trotzdem seien andere Dinge wichtiger: „Das Hauptaugenmerk liegt nicht auf Statistiken, sondern darauf, dass unser Team erfolgreich ist.“ Als Tabellenzweiter ist Science City momentan voll im Soll. Und das soll auch so bleiben, findet Wolf, seit 2013 im Verein und damit dienstältester Spieler. Schließlich kann auch diese wie die vergangene Saison abgebrochen werden. Damals verfehlten die Jenaer den Aufstieg als Dritter nur haarscharf. Das soll sich nicht wiederholen. Schließlich ist es der große Traum von Julius Wolf, seinen 81 Spielen in der BBL noch einige hinzuzufügen. „Am liebsten im Trikot von Science City.“

Das Saisonende oder gar an die nächste Spielzeit hat Julius Wolf aber noch lange nicht im Blick. „Wir müssen von Woche zu Woche denken, uns nur auf den nächsten Gegner konzentrieren, um im Rhythmus zu bleiben“, sagt er.

Der Rücken hält

Dass es persönlich so gut für ihn läuft, sei auch dem Sommer geschuldet. Damals trainierte er mit einem persönlichen Trainer, arbeitete besonders am schon einmal verletzten Rücken. „Ich fühle mich zurzeit einfach wohl im meinen Körper und weiß, dass der Rücken hält“, begründet Wolf seine vor Selbstvertrauen strotzenden Auftritte zuletzt.

Von Überheblichkeit aufgrund von vier Ligasiegen in Serie ist bei ihm aber keine Spur. Deshalb warnt er auch ausdrücklich vor dem Gegner am Sonntag: den Kirchheim Knights. Die Ritter seinen mittlerweile ein ganz anderes Team als beim Jenaer Saisonauftakt, den Science City 111:81 gewann. „Damals kamen sie aus der Quarantäne, heute haben sie einen ganz anderen Rhythmus.“ Unterschätzen werde man Kirchheim deswegen auf keinen Fall.

Interessierte können die Begegnung am Sonntag ab 16.30 Uhr live im Internet beim Streamingdienst sportdeutschland.tv sehen.