Zurück auf der Siegerstraße: Science City Jena gewinnt in Leverkusen

Leverkusen.  Die Zweitliga-Basketballer von Science City Jena zeigten nach der Niederlage am Freitag in Paderborn eine Reaktion gegen den deutschen Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen und siegten mit 72:65.

Jenas Frederick Zamal Nixon, hier beim Spiel am Freitag in Paderborn, sicherte zwei Tage später gegen Leverkusen den Sieg in der Schlussphase.

Jenas Frederick Zamal Nixon, hier beim Spiel am Freitag in Paderborn, sicherte zwei Tage später gegen Leverkusen den Sieg in der Schlussphase.

Foto: David Cyklarz

Science-City-Cheftrainer Frank Menz erwartete eine Reaktion seines Teams nach der 86:94-Auswärtsniederlage vergangenen Freitag in Paderborn. „Wir sind noch längst nicht da, wo wir hin möchten“, sagte der Coach. Drei von 15 verwandelten Dreipunktewürfen, dazu magere 68 Prozent von der Freiwurflinie: Diese Werte waren nicht genug, um die Paderborner Scharfschützen zu bezwingen. Die Nordrhein-Westfalen hievten in den beiden Schlussvierteln ihre Quote von außen auf starke 50 Prozent und drehten damit die Jenaer Halbzeitführung zu ihren Gunsten. Nach dem starken Auftritt in Kirchheim war es der erste Dämpfer für die Thüringer in einer durch die Corona-Pandemie schon jetzt besonderen Spielzeit. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Gegen den deutschen Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen, der mit zwei Siegen und zwei Niederlagen ausgeglichen in die Saison startete, wollte das Menz-Team den nächsten Sieg auf seiner Auswärtstour. Bereits letzte Saison konnte man Leverkusen zweimal bezwingen und auch am Sonntag hieß der Sieger erneut Jena, das sich mit 72:65 (20:25; 39:38; 51:44) durchsetzte.

Joschka Ferner bester Jenaer Schütze

Die Reaktion von der Freiwurf- und Dreierlinie blieb nicht aus. Zweimal Joschka Ferner, am Ende mit 13 Zählern bester Schütze bei den Gästen, und je einmal Frederick Nixon und Andrew Smith (beide je zwölf Punkte) überboten bereits im ersten Viertel die Dreier-Ausbeute aus dem gesamten Paderbornspiel. Beeindruckend war zudem die Freiwurfquote der Saalestädter, die bei 17 von 18 getroffenen Versuchen lag. Dennoch ging das Auftaktviertel an die Giants, die vermehrt zu leichten Würfen kamen.

Vor allem das Zonenspiel der Leverkusener stellte Science City vor Probleme, hinzu kamen einfache Ballverluste, allein drei in den ersten zehn Minuten.

Keine Freiwürfe in der ersten Halbzeit

Im zweiten Durchgang fanden Jenas Korbjäger erst beim Stand von 24:33 und einer Auszeit von Frank Menz ins Spiel. Fortan verteidigte Science City physischer und nach einigen Fahrkarten der Gastgeber kämpfte sich Jena Punkt um Punkt zur knappen Halbzeitführung heran. Kurios war bis dato die Freiwurfquote von null Prozent. Der Grund: Bayer schickte die Gäste durch disziplinierte Verteidigung nicht einmal an die Linie.

Dies änderte sich in der zweiten Hälfte, vom Offensivspektakel der Anfangsminuten war längst nichts mehr übrig. Bei den Giants häuften sich die Ungenauigkeiten im Abschluss, Jena verpasste seinerseits durch liegengelassene Chancen eine Vorentscheidung. Und so kam Bayer, das mit Grant Dressler (17 Punkte) sowie Dennis Heinzmann (13 Rebounds) die auffälligsten Akteure auf dem Parkett stellte, beim 60:62 noch einmal heran.

Erst eine weitere Auszeit von Frank Menz sowie Taktgeber Nixon, der das Spiel in der Schlussphase an sich riss, führten Science City auf die Siegerstraße.

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