Science City Jena löst Pflichtaufgabe

Holger Zaumsegel
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Jenas Marcus Tyus (rechts) beim Korbleger gegen den Ex-Gothaer Robert Oehle.

Jenas Marcus Tyus (rechts) beim Korbleger gegen den Ex-Gothaer Robert Oehle.

Foto: Christoph Worsch

Quakenbrück.  Beim 88:87-Erfolg bei den Artland Dragons tun sich die Jenaer Basketballer zwar schwer, bleiben aber im Aufstiegsrennen

Science City Jena bleibt im Rennen um den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga. Im vierten Spiel der Finalrunde sicherte sich das Team von Trainer Frank Menz am Montagabend den dritten Sieg beim knappen 88:87-Erfolg bei den Artland Dragons. Damit haben die Thüringer den Aufstieg weiter selbst in der Hand.

Beim Aufeinandertreffen am vergangenen Freitag taten sich die Jenaer mit den Drachen auch schon schwer, konnten das Heimspiel gegen die Niedersachsen nur knapp für sich entscheiden (84:81). Dank Erholung in der Kältekammer sammelten die Thüringer vor dem Auswärtsauftritt in Quakenbrück noch einmal neue Kraft. Schließlich sind die Dragons das einzige Team in Finalgruppe 1, das noch gar keinen Sieg feiern konnte. Ein Erfolg für die Mannschaft von Trainer Frank Menz, die in der Hauptrunde an gleicher Stelle allerdings verloren hatte, war deshalb von Anfang an Pflicht, um die Aufstiegsträume am Leben zu erhalten.

Nach holprigem Start fanden die Gäste besser ins Spiel, überzeugten vor allem defensiv und setzten sich auf 19:9 ab. Bis zum Viertelende schmolz der Vorsprung zwar wieder ein wenig (25:17), aber so konnte es für Science City weitergehen. Und so ging es auch weiter, insbesondere, weil Julius Wolf (20 Punkte) warmlief. Als er auch seinen vierten Dreierversuch an diesem Abend in der gegnerischen Reuse versenkte, hatten die Thüringer wieder einen komfortablen Vorsprung (36:24). Bis zur Pause (48:40) hatte das Menz-Team die Begegnung weiterhin jederzeit im Griff.

Im dritten Viertel taten sich die Hausherren aber einmal mehr in dieser Finalrunde schwer, bekamen insbesondere Quakenbrücks Gerel Simmons, mit 21 Punkten am Ende Topscorer der Partie, nicht in den Griff. Immerhin: Wenn die Drachen nah am Ausgleich dran waren, zog Science City wieder etwas davon. Ins finale Viertel nahmen die Saalestädter noch einen Vorsprung von sechs Punkten mit (68:62).

Doch einmal mehr wurde es für die Thüringer eine Zitterpartie. Als die Dragons auf 70:72 herankamen, sah es danach aus, als ob die Führung erstmals seit dem ersten Viertel wieder wechseln könnte. Doch dem Menz-Team gelang rechtzeitig der Stopp. Als die Uhr noch 4,7 Sekunden zeigte, musste Kasey Hill an die Freiwurflinie. Jenas Aufbauspieler verwandelte beide Würfe sicher (88:84) zum Sieg, an dem auch der Buzzer-Beater-Dreier von Zachary Ensminger nichts mehr änderte.

Für die Jenaer geht es am kommenden Donnerstag weiter. Im letzten Heimspiel der Gruppenphase heißt der Gegner Bayer Giants Leverkusen (Beginn 18 Uhr). Die Rheinländer fügten den Thüringern in der Finalrunde bisher die einzige Niederlage zu. Am Sonntag steht im Anschluss das finale Gruppenspiel beim Hauptrunden-Ersten Rostock Seawolves an (Beginn 16 Uhr).