Science City Jena: „Werden Wochen benötigen, um Defizite auszugleichen“

Jena.  Nach 14-tägiger Quarantäne beginnt Basketball-Zweitligist Science City Jena am Freitag mit dem Training.

Trainer Frank Menz ist mit der verkürzten Vorbereitung natürlich nicht zufrieden.

Trainer Frank Menz ist mit der verkürzten Vorbereitung natürlich nicht zufrieden.

Foto: Sascha Fromm

Basketball-Zweitligist Science City Jena wird erst am Freitag in die Saisonvorbereitung starten. Daran konnte auch eine dritte negative Testreihe auf Covid-19 nichts ändern. Die Stadt Jena bleibt hart, besteht auf der vom Robert-Koch-Institut vorgeschriebenen 14-tägigen Quarantäne, die noch bis zum Donnerstag andauert.

Eigentlich wollte das Team von Trainer Frank Menz bereits am 21. September ins Training auf die neue Saison, die für die Jenaer am 17. Oktober mit dem Spiel in Kirchheim beginnt, starten. Allerdings waren am Vortag Corona-Fälle bei einigen Korbjägern aus der zweiten Mannschaft bekannt geworden, die sich den gefährlichen Virus bei einem Testspiel gegen Aschersleben zugezogen hatten. Weil es ein gemeinsames Wurftraining der Zweitliga-Basketballer mit der Zweiten gab, mussten diese auch in Quarantäne.

Quarantäne im Hotelzimmer

Seitdem sitzen Spieler und Trainer zuhause. Besonders hart hat es die beiden Zugänge Zavier Simpson und Demarcus Holland getroffen, die ihre Isolation im kleinen Hotelzimmer verbringen müssen. Der Versuch, mit den negativen Testreihen das Jenaer Gesundheitsamt bezüglich der Quarantäne-Länge umzustimmen, brachte ebenso wenig Erfolg wie der durchaus berechtigte Verweis auf verschiedene Verfahrensweisen in Deutschland. Beispielsweise wurden in der Fußball-Bundesliga Spieler von Vereinen positiv getestet, deren Mitspieler nach negativen Tests wenige Tage später dennoch spielten.

Zumindest wollen die Jenaer bei einem Wiederholungsfall besser gerüstet sein, befinden sich mit der Stadt in Gesprächen. Eine 14-tägige häusliche Quarantäne in der laufenden Saison wäre für den Club der Super-Gau. Mit gewissen Vorsichtsmaßnahmen könnte ein isoliertes Mannschaftstraining möglich sein.

Zwei statt acht Testspielen

Derweil steht Chefcoach Menz vor einer der größten Herausforderungen seiner Laufbahn. Ihm bleiben etwas mehr als zwei Wochen, um sein Team auf das erste Pflichtspiel vorzubereiten. „Grundsätzlich geht es darum, unsere Jungs nach der Quarantäne nicht zu schnell und zu stark belasten, um das Verletzungsrisiko zu minimieren“, sagt er. In den ersten Tagen wird er individuell den Fitnesszustand eines jeden Spielers ermitteln.

„Corona- und auch finanziell-bedingt haben wir unseren Start in die Vorbereitung ohnehin drei Wochen verkürzen müssen, was im Vergleich zu unseren Konkurrenten fünf Wochen entspricht.“ Von den geplanten acht Testspielen können nur zwei absolviert werden. „Wir werden Wochen benötigen, um diese Defizite ausgleichen zu können, was natürlich einen erheblichen Wettbewerbsnachteil bedeutet.“