Science City Jena zurück in der Erfolgsspur

Jena.  Basketball-Zweitligist Science City Jena bezwingt die Artland Dragons mit 81:74.

Dynamisch: Jenas Kapitän Dennis Nawrocki (rechts) zieht gegen Robert Oehle in Richtung Korb.

Dynamisch: Jenas Kapitän Dennis Nawrocki (rechts) zieht gegen Robert Oehle in Richtung Korb.

Foto: Peter Poser

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Auch wenn es das Wetter bei zehn Grad nicht vermuten ließ: es weihnachtete, auch in Jena. Somit gesellte sich zum letzten Heimauftritt des Jahres von Science City neben Maskottchen Freddy ebenso der Weihnachtsmann und verteilte Geschenke an die Kleinsten unter den 2054 Zuschauern. Darunter auch mitgereiste Fans aus dem niedersächsischen Quakenbrück, die die Artland Dragons zum vierten Saisonsieg führen wollten. Am Ende jubelten die Jenaer-Anhänger mit ihren Spielern, die beim 81:74 (19:16; 36:32; 56:57) nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen zurück in die Erfolgsspur fanden.

Alex Herrera erzielte die ersten Punkte im Spiel für Jena: Das war bisher fast immer ein gutes Omen bei den Heimspielen. Fünf Punkte von Artlands Hundt konterte Herrera mit weiteren zwei Zählern und einem Block. Vor allem den Defense-Rufen aus der Kurve wollte sich das Heimteam annehmen – denn dort haperte es in den letzten Begegnungen häufiger.

Artland machte das Spiel mit vielen Pässen entlang der Dreipunkte-Linie breit und suchte den Abschluss. Jenas beste Waffe zu Beginn war ein Pass in die Mitte zu Herrera, der bereits im ersten Viertel elf seiner 13 Punkte erzielte. Kurz vor Viertelende dann der erste Auftritt von Neuzugang Lars Lagerpusch vor den heimischen Fans. Ein abgefangener Pass, ein gezogenes und ein begangenes Foul seine Ausbeute, bevor das erste Viertel mit 19:16 endete.

In Viertel zwei brachte ein erfolgreicher Dreier von Dennis Nawrocki Jena bei 28:19 etwas weiter weg. Nach 16 Minuten erzielte Lagerpusch seine ersten Zähler zu Hause. Symbolisch für den Jenaer Abwehr-Willen war eine Aktion von Julius Wolf, der den Ball bereits auf den Knien hockend noch kontrollieren konnte. Dennoch schrumpfte die Führung zur Halbzeit auf vier Punkte, da Artland mit der Schlusssirene einen Dreier versenkte.

Viertel drei begann erneut mit drei Punkten für die Gäste, die beim 39:39 egalisieren konnten. Jetzt saßen aber auch die Jenaer Würfe von außerhalb, so dass man den Gast zumindest nicht wegziehen ließ. Dennoch wurde es hektischer im Spielaufbau, was sich in der Foulstatistik bemerkbar machte. Die Dragons blieben ruhig und gingen ihrerseits nach längerer Zeit wieder in Führung. Doch Jena kämpfte und hatte in Nawrocki (24 Punkte) seinen Tagesbesten. Bis zum Viertelende konnte Science City den Rückstand auf 56:57 verkürzen.

Im Schlussabschnitt wechselte die Führung bei beinahe jedem Angriff. Anders als zuletzt konnte sich SCJ diesmal auf die Distanzschützen verlassen. Dafür zog jetzt Artland immer häufiger zum Korb und punktete, vor allem durch Griffin (18 Punkte), Hundt und Bland (je 14). Mit einem energischen Dunk meldete sich Herrera zurück und signalisierte seinen Mitspielern: die Punkte bleiben hier. Nach Wolfs Antritt zum 78:71 war dieses Vorhaben Gewissheit.

Jena stoppt den kleinen Negativlauf und kann mit einem Sieg in Nürnberg am 28. Dezember die Playoffs bereits in diesem Jahr so gut wie klarmachen.

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