Seminar zu Waffen-Karate: Nordhäuser Trainer reist nach Brasilien

Nordhausen.  Frank Pelny, Cheftrainer des Nordhäuser Karatevereins, gibt in Brasilien Einblicke in die Grundlagen des Waffen-Karate.

Karate Nordhausen in Brasilien

Karate Nordhausen in Brasilien

Foto: Sven Schröter

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32 Grad Außentemperatur im fünftgrößten Land der Erde, jeweils 35 Stunden An- und Abreise bis in das Amazonasgebiet im Landesnorden von Brasilien, der erste Besuch in Lateinamerika und das erste Tesshinkan-Kobudô (Karate mit Waffen)-Seminar in Lateinamerika. Diese Reise hatte einige Superlative zu bieten.

Frank Pelny, Cheftrainer des Nordhäuser Karatevereins und Europachef des Tesshinkan Kobudô, hatte sich auf die lange Reise gemacht. Eingeladen hatte Fernando Antônio Bastos Neto aus Belêm, der bedeutendsten Stadt im Amazonasgebiet im Norden Brasiliens. Aber auch die Stadt mit der vierthöchsten Kriminalitätsrate in Brasilien. Ermöglicht wurde dieses Seminar durch eine Förderung der Regierung des brasilianischen Bundesstaates Pará für ein Projekt zur Unterstützung des Sports mit sozial schwachen Kindern und Jugendlichen. Mehr als 30 Teilnehmer aus sechs brasilianischen Städten (Belem, Limoeiro do Ajuru, Barcarena, Mosqueiro, Anindeua und Vigia) wurden im Seminar durch den Nordhäuser Trainer mit den Grundlagen des Waffen-Karate vertraut gemacht, insbesondere den Waffen Bô (Langstock) und Nunchaku (kleiner Dreschflegel).

Beeindruckt von Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit

Die teilnehmenden Instruktoren, viele schon mit Schwarzgurten im Karate ausgestattet, zeigten sich sehr motiviert und machten schnelle Lernfortschritte. Täglich wurden zwei zweistündige Trainingseinheiten durchgeführt: vormittags eine spezielle Unterweisung mit den Multiplikatoren vor Ort, abends das offizielle Training für alle Teilnehmer. Die offene, hilfsbereite und freundliche Art der Brasilianer, ihre Vorliebe für süße Speisen und Getränke und ihre Begeisterung für Kampfkunst führten zu einer entspannten Kommunikation.

Beeindruckt hat den Nordhäuser Trainer auch das Wissen der Brasilianer über die deutsche Geschichte. Bei allen Beteiligten hinterließ dieser Besuch äußerst positive Eindrücke, so dass bereits eine Wiederholung im Gespräch ist.

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