Sondershäuser Kristalllauf eine Woche früher als geplant

Im Brügman-Schacht in Sondershausen findet am 16. Oktober die 23. Auflage des Laufes unter Tage statt.

Olaf Kleinsteuber bei der Siegerehrung im Jahr 2019 im Brügman-Schacht.

Olaf Kleinsteuber bei der Siegerehrung im Jahr 2019 im Brügman-Schacht.

Foto: Sebastian Fernschild

Sondershausen. Der Kristalllauf im Sondershäuser Brügman-Schacht soll 2021 wieder stattfinden. Eine gute Nachricht in der aktuell so tristen Zeit, in der Sport für die Allgemeinheit und im Amateurbereich auf ein Nichts heruntergeschraubt wurde. Der Lauf soll am 16. Oktober in seine 23. Auflage gehen.

Die Organisatoren vom SC Impuls Erfurt um Olaf Kleinsteuber haben diesen Termin festgelegt, auch wenn in Sondershausen an dem Wochenende wohl ein weiterer Lauf stattfinden soll. Doch dieser sei verschiebbar. „Wir haben uns den Termin einfach gesetzt. Es ist eine Woche früher, als er normalerweise stattgefunden hätte. Aber das ist an sich nicht weiter tragisch. Hauptsache ist, dass wir den Lauf überhaupt durchführen können. Alle stehen in den Startlöchern und sind bereit“, sagt Kleinsteuber, der bereits gute 30 Anmeldung registrieren konnte. Auf 400 Läuferinnen und Läufer ist der Kristalllauf begrenzt. „Das ist eine Grenze, die wir uns und den Behörden zunächst gesetzt haben. Letztendlich wird es dann darauf ankommen, wie die Lage ist und welche Umstände herrschen. Sind es dann am Ende nur 300 oder gar 500 Teilnehmer, dann ist es eben so“, erklärt der Organisator aus Erfurt.

Die Strecke, die in 680 Metern unter Tage gelaufen werden, beträgt gute zehn Kilometer. Teilnehmer wird es aller Voraussicht nach wieder aus ganz Deutschland geben, ob aus den benachbarten Ländern wie beispielsweise Niederlande, konnte Kleinsteuber noch nicht prognostizieren. Bei der letzten Auflage, im Jahre 2019, war Marcel Krieghoff nicht zu schlagen. Er gewann den Kristalllauf in 35:50 Minuten.

2020 musste der Lauf, wie so fast alles, coronabedingt abgesagt werden. Die angemeldeten Teilnehmer, die auch bereits die Startgebühr bezahlt hatten, bekamen ihr Geld zurück. Eine Verschiebung ins Jahr 2021 gab es nicht und wird es auch nicht geben. „Dadurch, dass wir nicht wussten wie es weitergeht, haben wir alles auf null gesetzt und die Gelder zurücküberwiesen. Das war ein großer Aufwand. Aber so herrscht nun auch für dieses Jahr Chancengleichheit, denn eine Warteliste mit Anmeldungen hatten wir bisher immer“, sagt Kleinsteuber. Eine Vielzahl an Läuferinnen und Läufern aber wollte die Startgebühr nicht zurück und habe sie dem Verein gespendet, freut sich der Organisator, der die Bereitschaft und das Verständnis aller gar nicht hoch genug würdigen kann.

2020 hat der SC Impuls Erfurt laut Kleinsteuber nur 20 Prozent von dem umsetzen können, was sonst in einem „normalen“ Jahr der Fall wäre. „Wir können dieses Jahr noch überstehen, selbst wenn alles noch mal abgesagt werden sollte. Aber danach sieht es dann schon schlecht aus. Viel länger werden wir uns das nicht leisten können“, kennt die Erfurter Frohnatur auch die wirtschaftliche Seite, die eben auch für Vereine aktueller denn je zu sein scheint. Damit spricht er höchstwahrscheinlich allen Vereinen aus der Seele.