FC Carl Zeiss Jena

FC Carl Zeiss Jena: Ausgeschlafen ins Köln-Spiel

Jena.  Der FC Carl Zeiss Jena will am Freitag bei Viktoria Köln nach dem ersten Saisonsieg auch auswärts das erste Mal punkten

 Julian Günther-Schmidt (links), hier mit Daniele Gabriele und Niklas Jahn (rechts), steht gegen Köln wieder im Kader.

Julian Günther-Schmidt (links), hier mit Daniele Gabriele und Niklas Jahn (rechts), steht gegen Köln wieder im Kader.

Foto: Tino Zippel

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Der Mannschaftsbus stand schon abfahrbereit vor der Tür. Nach einem gemeinsamen Mittagessen machte sich das Team von Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena am frühen Donnerstag-Nachmittag auf gen Sportpark Höhenberg in Köln, in dem es heute ein Wiedersehen mit dem einstigen Relegationsgegner Viktoria gibt. Nach der Ankunft verordnete Rico Schmitt seinen Spielern eine „frühe Bettruhe – angemessen des Alters“. Darunter versteht Jenas Trainer, dass vor 24 Uhr die Lichter in den Zimmern ausgehen. „Ich möchte nicht mit dem Stethoskop an den Zimmertüren lauschen“, sagt er. Da vertraue er seinen Spielern schon. Aber ausreichend Schlaf gehöre einfach dazu, um eine Bestleistung zu bringen.

„Und wir brauchen eine Bestleistung – ganz klar“, sagt der 51-Jährige. Die „Magerkost“, die den Fans bisher in dieser Spielzeit auswärts kredenzt wurde, soll endlich ein Ende haben. Die lediglich fünf Punkte, auf die es der Tabellenletzte nach 14 Spielen bringt, wurden allesamt im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld gewonnen. Und nach dem ersten Saisonsieg gegen Hansa Rostock (3:1) am Sonntag soll nun endlich auch auf des Gegners Platz der Bock umgestoßen werden.

Leicht wird das auf keinen Fall, weiß Schmitt. „Viktoria ist bisher der stärkste Aufsteiger und ist klarer Favorit.“ Vom 3:2-Erfolg zum Relegationsauftakt vor zwei Jahren können sich die Thüringer nichts mehr kaufen. Schmitt warnt insbesondere vor den starken Offensivspielern der Rheinländer. Allein der Ex-Erfurter Albert Bunjaku (10 Tore), Mike Wunderlich (6) und Simon Handle (7) haben zusammen schon fast doppelt so viele Tore erzielte wie die gesamte Mannschaft des FC Carl Zeiss (12).

Vielleicht ist die Rückkehr von Julian Günther-Schmidt in den Jenaer Kader auch als Fingerzeig an den eigenen Angriff zu verstehen. Der Stürmer nimmt den Platz von Talent Niklas Jahn ein. Ansonsten vertraut der Zeiss-Coach auf die Elf, die gegen Rostock den ersten Erfolg geholt hat. Und wenn seine Mannen mit der gleichen Einsatzfreude in Köln zu Werke gehen, könnte das erste Auswärts-„Festmahl“ folgen.

Viktoria Köln – Jena, Freitag, 19 Uhr

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