Spitzenreiter Lipprechterode würde auch aufsteigen

Landkreis.  Fußball-Kreisoberliga: Am Wochenende werden sich die Spitzenteams die Punkte gegenseitig wegnehmen.

Lipprechterodes Tobias Windweh (am Ball) und seine Teamkollegen wie Christian Teuber (Mitte) wollen die Spitze verteidigen. 

Lipprechterodes Tobias Windweh (am Ball) und seine Teamkollegen wie Christian Teuber (Mitte) wollen die Spitze verteidigen. 

Foto: Bernd Peter

Lipprechterode gegen Großwechsungen, Bad Frankenhausen gegen Auleben. Erster gegen Dritter und Vierter gegen Zweiter. Dass man dabei das derzeit beste der Kreisoberliga zu sehen bekommt, steht außer Frage. Die Tabelle ist aber noch leicht verzerrt, da Bad Frankenhausen II und auch Kalbsrieth als Fünfter ein Spiel weniger absolviert haben und im Falle eines Erfolges beider Mannschaften, würden sich die Machtverhältnisse noch verschieben. Doch das ist Spekulation und nicht gegenwärtig. Aber auffällig ist, dass alle Vier Mannschaften den Fünften im Bunde auf der Rechnung haben. Blicken wir also auf die ersten Vier der Kreisoberliga.

SV Lipprechterode: 24 geschossene Tore, 15 Punkte. Lipprechterode ist momentan das Maß aller Dinge. Das freut auch Trainer Sascha Sauermann: „Das ist eine schöne Momentaufnahme und wir freuen uns sehr, dass wir ganz oben stehen. Wenn es nach uns geht, können wir gerne auch am Ende der Saison dort stehen. Dann würden wir aufsteigen.“ Vor zwei Jahren hatt Lipprechterode diese Möglichkeit, machte aber von seinem Aufstiegsrecht nicht Gebrauch und blieb in der Kreisoberliga. „Wir haben diese Situation besprochen und uns neu darauf eingestellt. Sollten wir noch die Möglichkeit haben, dann steigen wir auf“, so Sauermann. Aber er sieht eine andere Mannschaft am Ende der Spielzeit ganz oben. Den Kalbsriether SV. „Das ist für mich die beste Mannschaft. Aber wir sind gut drauf und wollen gegen Großwechsungen gewinnen. Es knistert und ich freue mich drauf. Es sind alle fit und die Stimmung im Team ist bestens. Wir sind gut drauf. Diese Mischung ist es, die uns bisher Platz eins beschert hat“, so Sauermann.

SV National Auleben: Noch ungeschlagen, zweiter Platz. In Kalbsrieth unentschieden gespielt und in Großwechsungen gar gewonnen. Wer Auleben nicht auf dem Zettel hat, macht aller Ansicht nach einen Fehler. Aber Trainer Sebastian Künne selbst sieht es nicht so: „Ich sehe uns nicht als Favorit auf die Meisterschaft. Das werden andere ausmachen. Wir wollen oben mitspielen. Einen Aufstieg halte ich für nicht realistisch und würde für uns auch keinen Sinn machen. Die Landesklasse ist für uns nicht attraktiv.“ Der 42-jährige Spielertrainer sieht ebenso den Kalbsriether SV am Ende ganz oben.

Lukas Lange ist sein Mann im Sturm, der bereits sechs Tore geschossen hat. Mit 23 Treffern ist Auleben ohnehin offensiv eine Topmannschaft, gleich hinter Lipprechterode. Nun geht es in Bad Frankenhausen auf dem Kunstrasenplatz um wichtige Punkte. Künne findet es gut, auf dem Kunstrasen zu spielen und peilt einen Sieg an. „Deswegen fahren wir dorthin.“

LSG Großwechsungen: Die LSG ist nach dem 6:2 gegen Sondershausen II wieder in der Erfolgsspur. „Wir hatten einen kleinen Hänger. Doch das ist vorbei“, weiß Trainer René Kiel, der am Samstag gegen Lipprechterode nicht dabei sein kann. Urlaub in der sächsischen Schweiz. Aber er steht in regen Austausch mit seinem Co Thomas Frank. „Wir wollen frech nach vorne spielen und mindestens einen Punkt holen. Lipprechterode ist offensiv sehr stark, das müssen wir unterbinden und haben da auch einen Plan dafür. Unsere Mannschaft ist noch jung, verfügt aber über die nötige Qualität und kann jeden schlagen“, so Kiel weiter. Aber ein Mann fehlt ihm im offensiven Mittelfeld – Robin Teichmann. Aber der erfahrene Mann hat schon angedeutet, wieder spielen zu wollen. Auch für Kiel ist Kalbsrieth die beständigste Mannschaft, die wohl die besten Chancen auf den Aufstieg hat. „Aber wir wollen uns nicht rausnehmen. Wenn wir am Ende oben stehen, steigen wir auf. Das ist zumindest mein Ziel. Und nach Lipprechterode fahren wir, um was zu holen. Was anderes kann gar nicht das Ziel sein“, gibt Kiel voraus. Für ihn ist es ein besonderes Spiel, da er zuvor in Lipprechterode Trainer war. Dass er nun persönlich nicht anwesend sein kann, ist „unglücklich, aber es gibt ja noch ein Rückspiel“.

SV BW Bad Frankenhausen II: Die Thüringenliga-Reserve ist bestens in die Saison gestartet. Vier Siege in den ersten vier Spielen. Erst am vergangenen Wochenende setzte es die erste Niederlage. Ein 0:1 in Leimbach. „Dass es irgendwann passiert und wir verlieren, war klar. Das Wie war nicht schön. Aber wir haben das Spiel ausgewertet und abgehakt. Weiter geht es“, so Trainer Dietmar Gödicke. Das Ziel, so der Trainer, sei es, unter die ersten fünf, sechs zu kommen. Einen möglichen Aufstieg hat Gödicke nicht im Visier. Für ihn ist Kalbsrieth der Favorit auf den Aufstieg. Aber auch Auleben und Lipprechterode gehören dazu. Das Spiel gegen Auleben, welches auf dem Kunstrasenplatz stattfinden wird, will Gödicke natürlich gewinnen, um wieder in die Erfolgsspur zu gelangen und einen der Großen zu ärgern.

Offensiv ist bei den Blau-Weißen noch Luft nach oben. Aber defensiv sind die Frankenhäuser das Maß aller Dinge (drei Gegentreffer).