Apolda. Mit 25:24 gewinnen die Handballer aus Erfurt und festigen Platz eins in der Landesliga

Einen wahren Charaktertest haben die Wölfe Erfurt erlebt und auch bestanden. Bei der zweiten Mannschaft des HSV Apolda setzten sie sich 25:24 durch und festigten damit mit zwei Punkten Vorsprung auf die HSG Saalfeld/Könitz Platz eins in der Handball-Landesliga.

„Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Ein echter Kraftakt, der uns viel Stärke gibt“, sagte Marcel Dick nach dem Spiel. Der Co. vertrat Alexander Koke nahtlos. Der Cheftrainer befand sich bereits am Wochenende im Urlaub. „Wir haben uns unter der Woche ausgetauscht. Das funktioniert hervorragend bei uns. Bei unserem schmalen Kader hatten wir ohnehin nicht sonderlich viele Alternativen“, so Dick weiter. So musste unter anderem auch Präsident und Spieler der Zweiten, André Ahrens aushelfen. Seine Schlitzohrigkeit bekamen die Apoldaer bei mehreren erfolgreichen Pässen an den Kreis zu spüren.

Guter Start für die Wölfe

Die Partie begann gut für die Gäste aus der Landeshauptstadt. Nach sechs Minuten machte Hannes Oppermann, der mit sechs Toren erneut erfolgreichster Wolf war, das 6:3. Nach einer Viertelstunde reichte es Apoldas Spielertrainer Nicky Resimius und schickte Igor Toskoski in den Kasten. Der Schlussmann war viele Jahre beim HSV Apolda in der Oberliga aktiv und ist in der Glockenstadt ein absoluter Publikumsliebling. „Davon haben wir wahrscheinlich etwas beeindrucken lassen und sind oft an ihm gescheitert“, kannte auch Dick eine Erklärung, dass Apolda mit einer 15:14-Führung in die Halbzeit ging.

Das muntere Torewerfen ging nach dem Wechsel nicht weiter. Das Spiel wurde zerfahrener, der Spielfluss ging etwas verloren. Toskoski vernagelte teils seinen Kasten, sodass Erfurt nur einen von vier Strafwürfen im Kasten unterbringen konnte. Verunsichern ließen sich die Gäste davon aber nicht. Gefestigt und im Stile eines Tabellenführers erkämpften sich die Wölfe die Führung zurück. Vor allem Gabriel-Cedric Bartels überzeugte auf der linken Außenseite und machte im zweiten Durchgang fünf Tore. „Das war super, was er gezeigt hat. Er hat Sebastian Ley im zweiten Durchgang sehr gut vertreten“, lobte Dick den jungen Spieler.

Nur ein Tor in den letzten sieben Minuten

Die Führung wechselte in der Schlussphase hin und her. Jeder Fehler wurde sofort bestraft. Oppermann machte das 24:23 für Erfurt und Resimius glich aus. Es waren noch knapp sieben Minuten zu spielen. Dass es nur noch einen Treffer geben würde, damit hatte niemand gerechnet. Eine Auszeit, eine weitere dort. Jonas Genath war es dann vorbehalten, 41 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer zu erzielen. Apolda hatte noch einen direkten Freiwurf, der nichts einbrachte. Der Rest war großer Jubel auf der einen und Enttäuschung auf der anderen Seite.